Finanzminister Smotrich bezeichnet die Entscheidung des Kabinetts als "Feiertag für Israel und die Siedlungen" Finanzminister Smotrich bezeichnet die Entscheidung des Kabinetts als "Feiertag für Israel und die Siedlungen"  (AMIR COHEN)

Israel: Millionen für neue Siedlungen im Westjordanland

Für die Errichtung von 34 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland hat das israelische Sicherheitskabinett ein Budget von 1,3 Milliarden Schekel (434 Millionen Dollar) bewilligt. Dies teilte der rechtsgerichtete Finanzminister Bezalel Smotrich an diesem Dienstag mit. Dadurch spitzen sich die Konflikte um das als zentral für einen möglichen palästinensischen Staat angesehene Gebiet weiter zu.

Die Siedlungen werden von UN-Gremien, Palästinensern und vielen Ländern als gemäß internationalen Konventionen als illegal angesehen. Ein Haupthindernis für den Frieden, denn Israel bestreitet diese Haltung. Die biblische Bezeichnung für das Westjordanland verwendend, teilte Smotrich in seiner Erklärung mit: „Wir stärken die Sicherheit des Staates Israel, machen die Idee der Errichtung eines Terrorstaates im Herzen des Landes zunichte und festigen unseren Halt im Heimatland in Judäa und Samaria“.

„Feiertag für Israel und die Siedlungen“

Finanzminister Smotrich, Vorsitzender der Partei „Religiöser Zionismus“, lehnt eine palästinensische Staatlichkeit ab. Er nannte die Entscheidung des Kabinetts als historisch sowie als „Feiertag für Israel und die Siedlungen“ und dankte Premierminister Benjamin Netanjahu für seine Unterstützung. Meinungsumfragen deuten darauf hin, dass Netanjahu die bevorstehenden Parlamentswahlen am 27. Oktober verlieren wird.

Mit dem Budget für die geplanten Siedlungen würde sich die Gesamtzahl der errichteten Siedlungen auf 103 erhöhen. Nach Smotrich würden weitere 1,075 Milliarden Schekel zum Straßenbau der neuen Siedlungen bewilligt werden. Der Finanzierungsplan der neuen Siedlungen wurde durch Regierungsminister im vergangenen Monat an das Sicherheitskabinett weitergeleitet.

Zunehmende Gewalt gegen Palästinenser

Die Gewalt von Siedlern gegenüber Palästinenser und deren Eigentum hat in den letzten Monaten zugenommen. Unter 2,7 Millionen Palästinensern im Westjordanland und Ostjerusalem leben circa 700.000 israelische Siedler. Internationale Kritik gegen die Siedlungen im besetzten Westjordanland weist Israel zurück. Es handele sich um eine umstrittenes Gebiet in dem Juden seit Jahrtausenden leben würden.

(reuters - sc)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..

15. Juli 2026, 12:11