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Der neue chaldäisch-katholische Patriarch Paul III. Nona traf im Irak sowohl auf Premierminister al Zaidi als auch Präsident Amedi (Archivfoto) Der neue chaldäisch-katholische Patriarch Paul III. Nona traf im Irak sowohl auf Premierminister al Zaidi als auch Präsident Amedi (Archivfoto) 

Irak: Neuer Patriarch trifft Staatsspitzen

Paul III. Nona, der neue chaldäisch-katholische Patriarch, hat den irakischen Premierminister und den irakischen Staatspräsidenten getroffen. Dabei bekannten sich beide Politiker zur kulturellen und religiösen Vielfalt im Land und betonten, dass die irakische Regierung Christen zur Rückkehr in die Heimat motivieren will.

Zu beiden Zusammentreffen veröffentlichte die offizielle Webseite des chaldäischen Patriarchats Berichte. Demnach stellte Präsident Amedi die kulturelle und religiöse Vielfalt im Irak als eine Quelle des Reichtums und der Stärke für die irakische Gesellschaft dar und betonte die Notwendigkeit, diese zu schützen. Für die Wahrung der Stabilität des Landes als auch zur Stärkung der nationalen Einheit sei es nach Meinung beider Politiker, ein friedliches Zusammenleben und eine Kultur des Dialogs zu fördern.

Rückkehr der Christen hat nationale Priorität

Als nationale Priorität erklärte Premierminister al-Zaidi die Rückkehr der in der Vergangenheit vor Krieg, Terror, Verfolgung und Diskriminierung aus dem Irak geflohenen Christen. Dem Patriarchen gab er zudem die Zusage, die Rückkehr der Christen zu fördern, indem die Regierung bereit sei, alle notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dies beinhalte auch die Einbeziehung heimkehrender Christen in nationale Wohn- und Landzuteilungen. In diesem Zusammenhang lud er auch christliche Unternehmer im In- und Ausland zur Beteiligung am Wiederaufbau des Landes ein, insbesondere im Gesundheits- und Bildungssektor.

Patriarch Nona traf am vergangenen Samstag mit Premierminister al Zaidi zusammen. Zwei Tage später wurde er von Präsident Amedi empfangen. Zudem kam er am selben Tag mit Parlamentssprecher Hibet Al-Halbousy zusammen. Grundsätzliche begrüßten christliche Politiker und politische Beobachter im Irak die Aussagen von Präsident Amedi und Premierminister al-Zaidi, allerdings müssten den Worten auch Taten folgen. So lauter der Tenor der Kommentare. Die Rückkehr der Christen hänge in erster Linie von einer entsprechenden Sicherheitslage ab, gleichen Bürgerrechten inklusive Religionsfreiheit aller irakischen Bewohner und Rechtsstaatlichkeit.

(kap - sc)

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15. Juli 2026, 10:36