Ecuador: Erste Versammlung der Vikariate des Amazonasgebiets
Die Kirchliche Konferenz von Amazonien (CEAMA) betonte, das Treffen sei sei als Zeit des Austauschs und der gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung konzipiert gewesen, wobei ein synodaler Stil gefördert wurde. Sie brachte erstmalig nicht nur die Bischöfe des ecuadorianischen Amazonasgebietes zusammen, sondern es wurden ebenso Ordensleute, Laien und Vertreter der indigenen Völker in einem gemeinsamen Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen. Die Apostolischen Vikariate der Region versicherten im Laufe der Versammlung ihre Zugehörigkeit zur 2020 gegründeten Kirchentagskonferenz CEAMA, und erklärten, die während der VI. Generalversammlung der CEAMA beschlossenen pastoralen Leitlinien zu übernehmen. Diese sollten in die jeweiligen Pastoralpläne integriert werden.
Kultur der Fürsorge etablieren
Bischof Rafael Cob García, apostolischer Vikar von Puyo, eröffnete die Tagung mit einer Eucharistiefeier. Er rief zu Nähe der Kirche zu den Völkern des Amazonasgebietes auf und appellierte, sich für den Schutz des Lebens und der Umwelt und Schöpfung, des „Gemeinsamen Hauses", einzusetzen.
Während des Treffens wurde auf Überlegungen zum kirchlichen Weg des Amazonasgebietes ein besonderes Augenmerk gelegt. So wurde die CEAMA als Einrichtung zur konkreten Unterstützung der Ortskirchen in der Region vorgestellt. „Die Versammlung widmete sich zudem der Stärkung der Kultur der Fürsorge einen besonderen Platz, und zwar durch eine Reflexion über die Prävention von Missbrauch und die Förderung sicherer Umgebungen im Rahmen der Evangelisierungsmission“, heißt es in der Pressemittelung der CEAMA. Jedes Vikariat ernannte einen Vertreter für ein nationales Koordinierungsteam der CEAMA, das die Umsetzung der pastoralen Prioritäten und die Stärkung der Netzwerkarbeit begleiten soll.
Synodale, interkulturelle und missionarische Kirche
Die Versammlung bekräftigte zum Ende den Willen, den Weg zu „einer synodalen, interkulturellen und missionarischen Kirche, die tief in der Realität der Völker des Amazonas verwurzelt ist“, zu unterstützen. In einem Telegramm Papst Leos XIV. an die teilnehmenden Bischöfe zu einer Tagung der Amazonas-Kirchenkonferenz im August 2025 hieß es: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Jesus Christus, in dem sich alle Dinge zusammenfassen, den Bewohnern des Amazonasgebiets mit Klarheit und unermesslicher Nächstenliebe verkündet wird.“
(fides - sc)
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