Venezuela: Verstärkte Nothilfen nach den Erdbeben
Das verheerenden Doppelbeben hat vorwiegend den Bundesstaat und die gleichnamige Stadt La Guaira an der Karibik-Küste getroffen, wo auch der internationale Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas und der wichtigste Seehafen des Landes liegen. Die internationale Hilfe ist bereits unter Koordination der UNO angelaufen, wie es am Donnerstag laut Medienberichten hieß. Beschädigte Straßen, Strom- und Kommunikationsausfälle würden aktuell jedoch die Rettungsarbeiten und die Versorgung der Bevölkerung zusätzlich erschweren, hieß es.
Verstärkte Nothilfe der Caritas
Verschiedene Hilfswerke, darunter auch die Caritas Österreich verstärken ihre Nothilfe. „Die Bilder aus Venezuela zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Doch sie zeigen auch Menschen, die einander helfen", so Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich. „Mit jeder Spende ermöglichen wir, Familien rasch mit Trinkwasser, Lebensmitteln und einem sicheren Ort zum Schlafen zu versorgen", meinte Knapp. Es werden um Spenden für Soforthilfe gebeten, in einem Land, "das bereits vor der Katastrophe unter einer schweren humanitären Krise litt".
Gemeinsam mit Caritas Venezuela, Catholic Relief Services (CRS), Caritas Deutschland und Caritas Schweiz hat die Caritas Österreich bereits ihre Nothilfe verstärkt. Die Caritas Schweiz spricht von 100.000 Franken für die Nothilfe. Die Teams der Caritas Venezuela seien seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben im Einsatz, es sei insgesamt ein Netzwerk von über 40.000 freiwillige Helferinnen und Helfern. In den betroffenen Diözesen erfassen sie gemeinsam mit den Pfarren die Schäden und koordinieren die Hilfe für die betroffenen Familien. Gleichzeitig mobilisiert CRS zusätzliches Personal und Ressourcen, um insbesondere die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und weiteren lebenswichtigen Hilfsgütern rasch auszuweiten.
Unterstützung für den Wiederaufbau
Auch andere Hilfswerke, darunter Diakonie, Don Bosco Mission Austria, Jugend Eine Welt, jesuitenweltweit und Kirche in Not, haben bereits zu Spenden für die Erdbebenhilfe aufgerufen. Die Mittel sollen vorrangig die Versorgung der Betroffenen in den ersten Tagen nach der Katastrophe sicherstellen. Laut Kirche in Not (ACN) sind ebenfalls zahlreiche kirchliche Einrichtungen betroffen, die trotz erheblicher Schäden ihre Türen geöffnet haben. Viele Gemeinden haben dennoch Menschen aufgenommen, die die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbringen konnten. Gleichzeitig laufen technische Prüfungen, um zu entscheiden, welche Kirchengebäude wieder genutzt werden können.
Marco Mencaglia, Projektdirektor von ACN, erklärte: „Venezuela ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland unseres Hilfswerks. Jetzt haben die Menschen Vorrang. Die Kirche tut in dieser Krise das, was sie immer tut: Sie öffnet Türen, begleitet diejenigen, die alles verloren haben und bringt Hoffnung dorthin, wo Angst eingezogen ist.“. Kirche in Not ruft dazu auf, für die Menschen in Venezuela zu beten und die Hilfe vor Ort zu unterstützen.
(kap / pm – nm)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..