USA schränken im Militär anerkannte Glaubensgruppen ein
Demnach wurde die Zahl der Religionsgemeinschaften, die Militärgeistliche stellen dürfen, deutlich auf 31 verkleinert. Die gekürzte Liste berücksichtigt unter anderem Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, Sikhs und eine Vielzahl christlicher Konfessionen wie Katholiken, Lutheraner und Baptisten.
Hegseth hatte den Schritt bereits vor Monaten angekündigt. Die alten Vorgaben mit mehr als 200 zugelassenen Gruppen hielt er für praxisfern und „nutzlos". Die große Mehrheit der US-Soldaten verteile sich auf gerade einmal sechs Glaubensgemeinschaften. Darum wolle er die aufgeblähte Liste anpassen.
Keine Druiden und Schamanen
Nicht mehr enthalten sind nun beispielsweise neuheidnische Gruppen, Anhänger des Schamanismus und des Druidentums, etliche New-Age-Kirchen sowie weitere, sehr spezielle, Glaubensrichtungen.
Eine weitere Reform sieht vor, dass die Militärseelsorger im Dienst nicht mehr ihre Rangabzeichen, sondern ihre religiösen Insignien tragen sollen. Ein Geistlicher des US-Militärs sei in erster Linie ein Geistlicher - und erst in zweiter Linie ein Offizier, hatte Hegseth im März erklärt.
Harsche Kritik
Harsche Kritik kommt derweil von der Organisation Military Religious Freedom Foundation, die sich für Religionsfreiheit in den Reihen der US-Streitkräfte einsetzt. Dass so viele Glaubensgruppen nicht mehr auf der offiziellen Liste stehen, macht Gründer Mikey Weinstein fassungslos. Er bezeichnete das Vorgehen der Regierung als „schmutzig und ekelhaft, verfassungswidrig, unmoralisch und unethisch". Weinstein warf dem Ministerium vor, mit der Reform einen „christlichen Nationalismus" durchsetzen zu wollen.
(kap/kna - pr)
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