Der apostolische Nuntius in der Ukraine,  Visvaldas Kulbokas, umarmt eine Familie Der apostolische Nuntius in der Ukraine, Visvaldas Kulbokas, umarmt eine Familie 

Ukraine: Erzbischof Kulbokas zum Friedensappell von Präsident Selenskyj

„Ich begleite mit Gebet jede Initiative, die aufrichtig und ernsthaft darauf abzielt, den Frieden wiederherzustellen“ - mit diesen Worten kommentiert der Apostolische Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Kulbokas, den offenen Brief des ukrainischen Präsidenten Selenskyj an den russischen Präsidenten Putin zu Friedensverhandlungen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein persönliches Treffen vorgeschlagen, um direkte Friedensverhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Der ukrainische Präsident hatte sein Schreiben am Donnerstag (4. Juni) auf der öffentlichen Website der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlicht. Er nannte mögliche Gesprächsorte wie die Schweiz, die Türkei oder ein arabisches Land. Zudem sprach er sich für die Beteiligung von Vertretern Europas und den Vereinigten Staaten aus. 

Frieden durch Dialog

Nuntius Kulbokas betonte die klare Haltung der Kirche zum Krieg: „Das Urteil der Kirche ist eindeutig: Gott hat die Zehn Gebote niemals aufgehoben und uns niemals zum Töten ermächtigt. Niemals. Daher begrüße ich jede ernsthafte Initiative, die auf die Wiederherstellung des Friedens abzielt.“

Zugleich verwies Kulbokas auf die Bedeutung des Dialogs. Auch die vom Kreml signalisierte Gesprächsbereitschaft sei ein ermutigendes Zeichen. „Wir wissen noch nicht welche konkreten Ergebnisse aus solchen Erklärungen entstehen werden. Dennoch ist es wichtig, dass die Bereitschaft zum Gespräch vorhanden ist“. 

In diesem Zusammenhang erinnerte er an die wiederholten Appelle von Papst Leo XIV., den Frieden „mit unbewaffneten Worten zu suchen.“ Worte des Dialogs seien die Grundlage für politische Verhandlungen und könnten den Weg zu einer friedlichen Lösung ebnen.

(sir – nm) 

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05. Juni 2026, 12:06