Unten im Bild: Das Grundstück in Silwan Unten im Bild: Das Grundstück in Silwan  (AFP or licensors)

Jerusalem: Orthodoxer Protest

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat in Jerusalem hat tiefe Besorgnis über die Wahrung der Rechte und der Sicherheit von Christen in Jerusalem geäußert.



Es reagiert damit auf die Beschlagnahmung eines Grundstücks, die der Kirche gehören, durch israelische Behörden am 15. Juni. Das Grundstück liegt neben einem Kloster im palästinensischen Stadtteil Silwan in Jerusalem. Die Maßnahme stelle eine „rechtswidrige und unrechtmäßige Beschlagnahmung“ dar, die „einen gefährlichen Präzedenzfall schafft“, so das Patriarchat in einer Erklärung. Das Patriarchat gab an, sein Vertreter vor Ort sei gewaltsam entfernt worden.

„Bäume wurden entwurzelt, und das Grundstück wurde mit Zäunen und Toren umgeben“, so das Patriarchat. Es bekräftigte, dass das Grundstück laut amtlichen Unterlagen auf seinen Namen eingetragen ist und historischen, archäologischen und religiösen Wert besitzt. Es soll sich um das Stück Land handeln, das jüdische Priester dem Judas nach seinem Verrat an Jesus mit dreißig Silberstücken abkauften.

Nach der israelischen Aktion
Nach der israelischen Aktion   (AFP or licensors)


Ein Fleckchen Erde von historischem und religiösem Wert

Das Patriarchat kritisierte zudem eine „beunruhigende Veröffentlichung“ der Behörden am Tag der Beschlagnahmung, in der es hieß, dass staatliches Land von archäologischer Bedeutung zurückgewonnen worden sei. Berichten zufolge stützte sich die Landbeschlagnahmung auf eine 2019 erlassene städtische Gartenverordnung, deren Gültigkeit im April 2024 abgelaufen sein soll.

Das Patriarchat äußert „wachsende Besorgnis“, dass die Ereignisse in Silwan Teil „eines umfassenderen Musters eskalierender Angriffe“ seien, „die darauf abzielen, die Präsenz der einheimischen Christen im Heiligen Land zu schwächen“. Es gebe eine Zunahme von Angriffen auf Christen und Kirchen inmitten einer „inakzeptablen internationalen Gleichgültigkeit“.

(ucanews – sk)
 

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22. Juni 2026, 09:38