USA: „Christlicher Nationalismus“ immer bekannter
Das Pew Research Center veröffentlichte am Donnerstag im Internet einen Bericht mit dem Titel „Wie Amerikaner den Einfluss von Religion auf die Regierung und das öffentliche Leben wahrnehmen“. Der Bericht stützt sich auf eine Umfrage, die Anfang April unter 3.592 Befragten durchgeführt wurde. Die Daten der jeweiligen religiösen Gruppen wurden anschließend statistisch an die Anteile der Gruppen an der US-Bevölkerung angepasst.
Zunehmende Bekanntheit
Laut den neuen Daten gibt es in den USA eine zunehmende Vertrautheit mit dem Begriff „christlicher Nationalismus“. Im Vergleich zur letzten Studie zu diesem Thema vor etwa zwei Jahren gab es bei den Erwachsenen einen Anstieg von 14 Prozent. „Insgesamt bleibt die Einstellung gegenüber dem christlichen Nationalismus jedoch eher negativ als positiv“, so das Studienzentrum. Dabei hat es keine Definition des Begriffs vorgegeben, sondern lediglich nach Vor- oder Abneigung gefragt. Am ehesten seien weiße evangelikale Protestanten bereit, sich positiv zu dieser Thematik zu äußern, so die Studie. Die Erkenntnisse decken sich mit denen des Public Religion Research Institute (PRRI) aus dem „American Values Atlas 2025“.
Aus dem Bericht von Pew geht hervor, dass „beispielsweise der Anteil der Amerikaner, die wollen, dass die Regierung die Trennung von Kirche und Staat nicht mehr durchsetzt“, nicht gestiegen ist. Dasselbe gilt für den Anteil derer, „die glauben, dass Gott die Vereinigten Staaten gegenüber allen anderen Ländern bevorzugt“.
Parteipolitische Unterschiede
Generell weist das Forschungszentrum darauf hin, dass es bei vielen der untersuchten Themen im Zusammenhang mit Religion und dem öffentlichen Leben in den USA „deutliche parteipolitische Gräben“ gebe. „Republikaner geben deutlich häufiger als Demokraten an, dass Religion einen positiven Einfluss auf das Leben in den USA habe, und befürworten, dass Religion eine herausragende Rolle in Regierung und Gesetzgebung einnimmt.“
(osv - nm)
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