Flughafen (Symbolbild) Flughafen (Symbolbild)  (2026 Getty Images)

USA: Bischof kritisiert Trumps Südafrika-Flüchtlingspolitik

Die Regierung von Präsident Donald Trump wird weitere Weiße aus Südafrika als Flüchtlinge in den USA aufnehmen. Dass zugleich die Aufnahmebeschränkungen für Flüchtlinge aus anderen Ländern bestehen bleiben, stieß auf Kritik des texanischen Bischofs Brendan J. Cahill. Das US-Flüchtlingsprogramm dürfe nicht „eine bestimmte Gruppe begünstigen“, sagte er aciafrica zufolge.



Cahill ist Vorsitzender des Migrationsausschusses der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Er begrüße zwar die Entscheidung der Regierung, 10.000 weitere Afrikaans-Flüchtlinge aufzunehmen, erklärte aber, dass die Möglichkeiten zur Neuansiedlung breiter gefächert sein sollten.

Die Afrikaans sind eine weiße Minderheit, Nachfahren niederländischer Siedler. Im Februar veröffentlichte das Weiße Haus eine Erklärung, in der es der südafrikanischen Regierung Rassendiskriminierung gegenüber Afrikaans-Sprechern durch Landenteignungen gemäß dem Enteignungsgesetz Nr. 13 von 2024 vorwarf. Die südafrikanische Regierung weist die Vorwürfe der Rassendiskriminierung zurück.

Weitere 10.000 Weiße aus Südafrika dürfen in USA

An diesem Donnerstag, den 28. Mai, aktualisierte Washington das Bundesregister und erhöhte die Obergrenze für afrikaanssprachige Flüchtlinge von 7.500 auf 17.500. Als Grund wurde eine „unvorhergesehene Flüchtlingsnotlage“ angeführt.

Cahill erklärte am selben Tag, die USA hätten eine langjährige moralische und historische Verpflichtung, Menschen Zuflucht zu gewähren, die vor Verfolgung fliehen. Allerdings dürfe das US-Flüchtlingsprogramm nicht darauf beschränkt werden, „eine bestimmte Gruppe zu begünstigen“. Auch das habe eine lange Tradition: „Jahrzehntelang waren die Vereinigten Staaten dafür bekannt, diese Möglichkeit zu bieten, ohne eine bestimmte Gruppe zu bevorzugen, sondern im Einklang mit unseren Gesetzen, unseren gemeinsamen Werten und dem nationalen Interesse Hilfe zu leisten“, sagte der Bischof von Victoria. „Heute ist dies leider nicht mehr der Fall.“

Cahill forderte die US-Regierung dringend auf, die Aufnahme von Flüchtlingen wieder auszuweiten und sicherzustellen, dass schutzbedürftige Menschen aller Herkunft Zugang zu Sicherheit erhalten. Besonders verwies er auf jene, die „aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden und die derzeit keinen Zugang zu Zuflucht in unserem Land haben“.

(aciafrica – gs)

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29. Mai 2026, 12:11