Kongo: Misereor unterstützt Kampf gegen Ebola
In der Demokratischen Republik Kongo verstärkt die Misereor-Partnerorganisation BDOM Mahagi seine Maßnahmen zur Bekämpfung des aktuellen Infektionsgeschehens. Misereor ist weltweit eines der größten katholischen Entwicklungshilfswerke. Im Kongo besteht die Partnerorganisation aus 24 Gesundheitsreinrichtungen inklusive fünf Krankenhäusern. Gleichzeitig wird das Personal gezielt geschult, um Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und professionell zu behandeln.
Hohes Infektionsgeschehen
„Die aktuelle Lage stellt eine besondere Herausforderung dar: Das Infektionsgeschehen breitet sich ungewöhnlich schnell aus und ist durch eine hohe Zahl schwerer Krankheits- und Todesfälle gekennzeichnet“, erklärt Astrid Meyer, Regionalreferentin für den Kongo. „Vor Ort eskalieren immer wieder anhaltende Konflikte, die die humanitäre Lage verschärfen und Migration und Fluchtbewegungen hervorrufen“, so die Expertin weiter: „Erschwerend kommt hinzu, dass die Gesundheitsversorgung seit Jahren dramatisch unterfinanziert ist“.
Besonders in Gesundheitseinrichtungen, aber auch in Pfarreien und Schulen im Nordosten der Provinz Ituri werden für eine bessere Aufklärung über die Krankheit und ihre Ursachen gezielt Informationen an die Bevölkerung weitergegeben. Diese sind gut zugänglich, verständlich und in verschiedenen lokalen Sprachen verfasst.
Weltweite Kürzungen der WHO
Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist in der Demokratischen Republik Kongo bereits der insgesamt 17. in der Region und reiht sich in eine lange Serie von Ebola-Epidemien ein. Diese belasten das ohnehin schwache Gesundheitssystem vor Ort stark. „Die weltweiten Kürzungen im Bereich der globalen Gesundheit rächen sich auf dramatische Weise und treffen wieder einmal die Verletzlichsten“, erklärt Ellen Schmitt, Fachreferentin für Gesundheit bei Misereor. Die WHO habe eine enorme Bedeutung „als länderübergreifendes Organ für die Koordinierung und fachliche Unterstützung“ nationaler und internationaler Maßnahmen, führt die Fachreferentin weiter aus. Die „chronische Unterfinanzierung insbesondere seit dem Austritt der USA ist fatal und muss schnell revidiert werden“.
(pm - nm)
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