CCEE: Evangelium in digitalen Räumen verkünden
Die Kirche in Europa und ihre digitale Mission: Unter diesem Motto trafen sich vom 5. bis 7. Mai die Pressesprecher und Kommunikationsverantwortlichen der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in Rom.
Fokus auf der menschlichen Person
Eröffnet wurden die Arbeiten von Gintaras Linas Grušas, Erzbischof von Vilnius und CCEE-Präsident. Er unterstrich in seinem Vortrag, dass die kirchliche Kommunikation weiterhin auf den Menschen ausgerichtet bleiben müsse. Es gelte, Begegnung, Vertrauen und Gemeinschaft zu fördern statt Polarisierung und Spaltung. Letztlich, so erinnerte der Bischof, sei die digitale Welt kein paralleles Universum, sondern ein realer Raum, der von echten Menschen mit ihren Fragen, Wunden, Hoffnungen und Sehnsüchten bewohnt werde.
Ruiz: Sinn in digitalen Räumen finden
Die digitale Mission bestehe letztlich nicht einfach im Einsatz von Technologie oder in der Produktion von Inhalten, sondern betreffe die Art und Weise, wie die Kirche heute das Evangelium verkünde, so Lucio Adrián Ruiz vom Kommunikations-Dikasterium in einer Arbeitssitzung. Denn, so Ruiz, die Menschen lebten, kommunizierten und suchten auch in digitalen Räumen nach Sinn. Die Kirche sei dazu berufen, diese Räume mit Authentizität und Bedeutung zu bewohnen.
Künstliche Intelligenz und Krisenmanagement
Ausführlich wurde bei der Tagung über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die kirchliche Kommunikation reflektiert. Ebenso standen der Umgang von Priestern mit sozialen Medien sowie die Steuerung kommunikativer Krisen, die innerhalb verschiedener kirchlicher Kontexte entstehen können, im Fokus.
Das nächste Treffen der Pressesprecher und Kommunikationsverantwortlichen der europäischen Bischofskonferenzen wird vom 5. bis 7. Mai 2027 in Sofia, Bulgarien stattfinden.
(vatican news)
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