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Festnahme einer Frau von ICE-Agenten in Minnesota Festnahme einer Frau von ICE-Agenten in Minnesota  (Tim Evans)

USA: Bischof kritisiert wahllose Massenabschiebungen

Der Bischof von Cheyenne, Wyoming, hat die Einwanderungspolitik der US-Regierung kritisiert. In seinem Hirtenbrief „Sei ein barmherziger Nachbar“ wolle er einen Beitrag zur katholischen Bildung in diesem Bereich leisten. Dabei zitierte er auch Erfahrungsberichte von Migranten.

Die Lehre der Kirche über die Rechte und die Würde von Migranten könne als Orientierung für Diskussionen über eine Einwanderungsreform dienen, so Bischof Steven R. Biegler aus Cheyenne, Wyoming. Den Brief habe er verfasst, um sich in Bezug auf Einwanderer mehr zu engagieren und die Katholiken vor Ort über die Ansichten der katholischen Soziallehre aufzuklären.

Treue zum Evangelium

„Anstatt diese Themen durch eine parteipolitische Brille zu betrachten, lade ich uns alle zu einem tieferen Engagement ein, während wir über die Werte nachdenken, die unsere Welt, unsere Nation und unseren Staat leiten sollten. Als Christen sollten unsere Überzeugungen in der Treue zum Evangelium Jesu Christi und in unserer Verpflichtung, Gott und den Nächsten zu lieben, verwurzelt sein.“

Wahllose Massenabschiebungen „unmoralisch"

Bischof Biegler betonte dabei, dass wahllose Massenabschiebungsaktionen „unmoralisch" seien. Mit Blick auf Beispiele für Maßnahmen der Einwanderungsbehörden, bei denen „wahllos nach jedem gesucht wurde, den man finden konnte, sogar nach Menschen mit dunkler Hautfarbe, die möglicherweise über ordnungsgemäße Papiere verfügten“, sagte Bischof Biegler: „Das ist sehr ernst.“

Besonderer Hirtenbrief

Bischof Bieglers Brief ist Teil einer Reihe von Bemühungen der US-Bischöfe, die Lehre der Kirche zu Einwanderung ins Gedächtnis zu rufen und damit verbundene soziale und politische Fragen zu thematisieren. Besonders ist, dass der Hirtenbrief auch Erfahrungsberichte von Migranten enthält, die unter den Maßnahmen leiden.

(osv news – cf)

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15. April 2026, 10:39