US-Bischöfe: Worte des Papstes zum Krieg sind keine Privatmeinung
Der US-amerikanische Vizepräsident hatte den Papst zuletzt wörtlich aufgefordert, bei Äußerungen über Fragen der Theologie „sorgfältig“ zu sein. Vance hatte zuvor bei einer Veranstaltung mit Verweis auf die Lehre vom gerechten Krieg Worte des Papstes in Frage gestellt, wonach Gott keine Konflikte segne.
„Für Frieden beten"
In der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung betonte der Leiter der bischöflichen Glaubenskommission, Weihbischof James Massa, jedoch, dass die Lehre der Kirche darauf beharre, dass alle Menschen guten Willens für einen dauerhaften Frieden beten und Ungerechtigkeiten meiden müssten. Krieg dürfe nur zur Selbstverteidigung, wenn alle Friedensbemühungen gescheitert sind, eingesetzt werden.
Bei seinen Aufrufen zum Frieden äußere der Papst nicht bloß Meinungen über Theologie, sondern verkünde das Evangelium und übe das Amt des Stellvertreters Christi aus, so Massa in der Erklärung. Papst Leo XIV. sprach sich in den vergangenen Wochen mehrfach gegen Krieg und insbesondere gegen die Kampfhandlungen im Iran aus. Er verurteilte zudem Trumps Drohung, die „gesamte Zivilisation“ des Iran auszulöschen, als „inakzeptabel“. Auch den Besitz von Atomwaffen kritisierte der Papst scharf.
Treffen mit dem Papst derzeit nicht „notwendig"
Auf die Erklärung der Glaubenskommission angesprochen antwortete Trump, dass ihm das Evangelium sehr am Herzen liege. Gleichzeitig betonte er, dass er nicht einer Meinung mit dem Papst sein müsse. Ein Treffen mit Leo XIV. hält Trump nach eigenen Aussagen derzeit nicht für notwendig.
(kap/osv news – cf)
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