Mongolei: Kardinal Marengo würdigt Priesteramt
Kardinal Marengo betonte den Unterschied zwischen persönlicher Ambition und göttlicher Erwählung. „Man schlägt sich nicht selbst für das Priestertum vor, sondern man wird erwählt“, erklärte der Kardinal. Die biblische Tradition der Salbung besiegle diese Wahl Gottes und markiere einen radikalen Identitätswechsel des Individuums. Dieser Weg erfordere eine langjährige Vorbereitung und münde in den feierlichen Ritus, bei dem die Salbung mit dem heiligen Öl die Eingliederung in den priesterlichen Stand bezeichne.
Der Kardinal verwies in diesem Zusammenhang auf die Hierarchie der Weihen, vom Diakonat über das Priestertum bis hin zur Fülle des Amtes im Episkopat. Die Priester und Diakone stünden in Einheit mit dem Bischof als „Spender der Gnade Gottes“.
Eingeständnis von Fehlern und Gebetsbitte
Ein zentraler Aspekt der Predigt betraf die Thematisierung priesterlicher Unzulänglichkeit. Marengo räumte ein, dass Priester Fehler begingen und der empfangenen Berufung nicht immer vollumfänglich gerecht würden. Er beschrieb die Geistlichen - sich selbst eingeschlossen - als „zerbrechlich und von Wunden gezeichnet“.
Vor der Erneuerung der priesterlichen Versprechen bat er die Gemeinde um Beistand: „Ich bitte Sie daher, sich dem Dank mit Gebeten für uns alle Priester anzuschließen: damit wir uns von unseren Stürzen, die wir demütig anerkennen, wieder erheben können.“ Ziel sei es, erneut zum „verlängerten Arm“ des Gekreuzigten zu werden, um das Brot zu brechen, Leiden zu lindern und die sakramentale Vergebung zu spenden.
Dank an die Gläubigen in der Mongolei
Kardinal Marengo dankte den anwesenden Priestern für ihren Dienst als „Reflex der Liebe Christi“ in der Mongolei. Gleichzeitig richtete er seinen Dank an die gläubigen Laien. Er würdigte deren Unterstützung trotz der „offensichtlichen Grenzen“ des Klerus.
Besonderen Dank sprach er für die christliche Erziehung in den Familien aus, die den Boden für künftige Berufungen bereite. Ohne die Unterstützung und das Verständnis der Gemeinschaft sei die Treue zu den Versprechen wie Zölibat, Bescheidenheit und Gehorsam kaum möglich. Die Feier endete mit dem Gebet um weitere Berufungen für die Kirche in der Mongolei.
(fides - mg)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.