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Erzbischof Amel Nona, neues Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche Erzbischof Amel Nona, neues Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche 

Erzbischof Nona neuer chaldäisch-katholischer Patriarch

Der in Australien tätige Erzbischof ist zum neuen Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche gewählt worden, nachdem sein Vorgänger Louis Raphaël Sako am 10. März zurückgetreten war. Wie die mit Rom unierte katholische Kirche am Sonntag mitteilte, habe der neue Patriarch den Namen Paul III. gewählt und werde den Papst um die kirchliche Gemeinschaft bitten.

Erzbischof Amel Nona ist an diesem Sonntag, 12. April, zum neuen Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche gewählt worden. Die Wahl fand im Rahmen der Synode der chaldäischen Kirche von Bagdad statt, die vom 9. bis 15. April in Rom tagt. Zuvor war der bislang amtierende Patriarch, Kardinal Louis Raphaël Sako, am 10. März 2026 zurückgetreten.

Papst Leo XIV. hatte die Versammlung am vergangenen 10. April in Audienz empfangen. Der neu gewählte Patriarch, der den Namen Paul III. angenommen hat, wird selbst beim Papst um die kirchliche Gemeinschaft (Communio ecclesiastica) bitten.

Mit Blick auf die anstehende Wahl des Nachfolgers von Kardinal Louis Raphaël Sako hatte Leo XIV. bei der Audienz ein klares Profil für das künftige Oberhaupt formuliert. Der neue Patriarch solle ein „Vater im Glauben“ und ein Zeichen der Gemeinschaft sein. Er mahnte die Bischöfe, sich bei der Wahl nicht von weltlicher Nützlichkeit, sondern vom Evangelium leiten zu lassen. Das Amt sei als Dienst und nicht als „Hegemonie“ zu verstehen. Zudem forderte er Transparenz in der Vermögensverwaltung sowie Besonnenheit in der öffentlichen Kommunikation und im Umgang mit sozialen Medien.

Vertrauen in die Stärkung der Einheit

Die Synodenväter, so heißt es in einer aktuellen Mitteilung der chaldäischen Kirche, „bringen ihre Zuversicht zum Ausdruck, dass dieses Amt dazu beitragen wird, die Gläubigen im Glauben zu festigen, ihre Einheit zu stärken und die Sendung der Kirche im Zeugnis des Evangeliums neu zu beleben“: „Wir freuen uns sehr über seine Wahl und hoffen auf seine weitere Führung der Kirche."

Amel Shamon Nona, geboren 1968 in Alqosh im Norden des Irak, ist eine bedeutende Persönlichkeit innerhalb der chaldäisch-katholischen Kirche. Ab 2009 war er Erzbischof von Mossul und leitete die dortige christliche Gemeinschaft in einer besonders schwierigen Zeit, während des Aufstiegs des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Jahr 2014 und der darauf folgenden Vertreibung Tausender Gläubiger. Seit 2015 ist er Erzbischof von Australien und Neuseeland.

(vatican news - cs)

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12. April 2026, 16:35