Mitglieder bewaffneter Milizen im Kongo Mitglieder bewaffneter Milizen im Kongo  (AFP or licensors)

DR Kongo: Bewaffnete Unbekannte bedrohen Menschenrechtsaktivisten

Bewaffnete Unbekannte dringen in die Häuser von Menschenrechtsaktivisten ein, um sie einzuschüchtern und zu bedrohen. Besonders häufig geschehe dies im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Das teilte die Vereinigung ACMEJ in einer an die Agentur Fides gesendeten Erklärung mit.

„Wir müssen auf die Gefahren hinweisen, denen Menschenrechtsverteidiger bei ihrer täglichen Arbeit zur Verteidigung der Menschenrechte ausgesetzt sind: Sie werden ernsthaft von unbekannten bewaffneten Männern bedroht, die ständig in ihre Häuser eindringen, um nach ihnen zu suchen“, so die Mitteilung.

Appell an internationale Organisationen

Die Mitteilung nennt den Fall eines Aktivisten, den in seinem Haus bewaffnete Männer bedrohten, weil er eine Veranstaltung geleitet hatte, bei der darauf hingewiesen wurde, dass Gesetze die Rekrutierung von Minderjährigen in bewaffnete Gruppen verbieten“. Die ACMEJ arbeite daran, Informationen über die Verantwortlichen für die Einschüchterungen und Morde zu sammeln, und richtete einen Appell an die internationalen Menschenrechtsorganisationen, den Aktivisten zu Hilfe zu kommen.

Angst vor Scheitern des Friedensabkommens

Trotz des Waffenstillstands in der Region komme es laut der Mitteilung weiterhin zu militärischen Zusammenstößen zwischen ruandischen Guerillakämpfern und den Angehörigen der regierungsnahen Wazalendo-Milizen. Diese Konflikte hätten laut Agenturangaben bei den Einwohnern die Befürchtung geweckt, dass das im vergangenen Jahr unterzeichnete Friedensabkommen zwischen Ruanda und dem Kongo scheitern könnten.

(fides – cf)

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14. April 2026, 13:26