Versammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz 2023 (Archivfoto) Versammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz 2023 (Archivfoto) 

Brasilien: Auftakt der Generalversammlung der Bischofskonferenz

Im nationalen Heiligtum von Aparecida findet vom 15. bis zum 24. April die 62. Generalversammlung der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) statt. Das Treffen war ursprünglich für das Jahr 2025 geplant, wurde jedoch nach dem Tod von Papst Franziskus am 21. April des vergangenen Jahres ausgesetzt.

Silvonei José – Aparecida

Das Hauptthema der diesjährigen Versammlung ist die Genehmigung der neuen Allgemeinen Leitlinien für das evangelisierende Handeln der Kirche in Brasilien. Dieses Dokument wird die missionarische Ausrichtung für die kommenden Jahre vorgeben. Die Erarbeitung der Leitlinien folgte einem synodalen Weg, der 2022 begann und einen umfassenden Konsultationsprozess in den Diözesen und pastoralen Gremien beinhaltete. Der Text integriert zudem die Reflexionen der im Oktober 2024 abgeschlossenen Weltsynode zur Synodalität.

Themen der Beratungen

Die Versammlung umfasst neben den Arbeitssitzungen auch Exerzitien. Über die Evangelisierung hinaus behandeln die Bischöfe weitere Themen, etwa:  Analysen der sozialen und kirchlichen Lage in Brasilien; Umsetzung der Synodalität auf nationaler Ebene;  Verabschiedung liturgischer Texte und Kampagnen der CNBB; Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen sowie Vorbereitung auf den Amerikanischen Missionskongress (CAM 7) im Jahr 2029 und den 19. Nationalen Eucharistischen Kongress 2027 und das 200. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Brasilien und dem Heiligen Stuhl.

Botschaft von Papst Leo XIV.

Zur Eröffnung der 62. CNBB-Generalversammlung wandte sich Papst Leo XIV. in einem Schreiben an die versammelten Bischöfe. Darin betont er die Bedeutung der Einheit und des missionarischen Aufbruchs. Der Papst schreibt den brasilianischen Bischöfen:

„In einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen für das Volk Gottes in Brasilien ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Hirten im Geist der Gemeinschaft zusammenstehen, um die Wege der Evangelisierung mutig neu zu gestalten.“

„In einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen für das Volk Gottes in Brasilien ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Hirten im Geist der Gemeinschaft zusammenstehen, um die Wege der Evangelisierung mutig neu zu gestalten“

Er hebt zudem hervor, dass die neuen Leitlinien nicht nur ein administratives Dokument seien, sondern Ausdruck einer Kirche, die zuhöre. Der Papst führt in seinem Brief weiter aus:

„Der synodale Prozess, den Sie durchlaufen haben, muss nun in ein konkretes Handeln münden, das die Peripherien der Gesellschaft erreicht und die Hoffnung des Evangeliums dorthin trägt, wo sie am dringendsten benötigt wird.“

„Der synodale Prozess, den Sie durchlaufen haben, muss nun in ein konkretes Handeln münden, das die Peripherien der Gesellschaft erreicht und die Hoffnung des Evangeliums dorthin trägt, wo sie am dringendsten benötigt wird“

Generalversammlung stärkt Kollegialität

An der Versammlung nehmen rund 400 Bischöfe teil, darunter auch emeritierte Bischöfe.  José Amilton, Bischof der Diözese Guarapuava, bezeichnete das Treffen als einen Moment, in dem die Kollegialität des Episkopats gestärkt werde. Er verwies auf die Erwartungen hinsichtlich der neuen Leitlinien, die in den regionalen Bischofskonferenzen und Diözesen einer vertieften Reflexion unterzogen wurden.

Kardinal Orani João Tempesta, Erzbischof von Rio de Janeiro, betonte die Bedeutung der Zusammenkunft in einem so weitläufigen Land wie Brasilien. Da die Bischöfe aufgrund der geografischen Distanzen und kulturellen Unterschiede unter dem Jahr nur begrenzte Möglichkeiten zum Austausch hätten, stelle die Generalversammlung eine Gelegenheit dar, Erfahrungen sowie die Herausforderungen der einzelnen Diözesen zu teilen.

Das Programm in Aparecida verbindet das gemeinsame Gebet mit den täglichen Studiensitzungen. Die Arbeitstage enden jeweils mit einer Eucharistiefeier im Heiligtum, um die Einheit der Kirche unter dem Schutz Unserer Lieben Frau von Aparecida zu bekunden.

(vatican news)

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16. April 2026, 11:08