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Beschuss im Südlibanon  Beschuss im Südlibanon   (AFP or licensors)

Libanon: „Unsere Waffe ist das Gebet“

Über die Not der Christen in Südlibanon, der von israelischen Streitkräften angegriffen wird, berichtet ein maronitischer Priester im Gespräch mit dem Fides-Dienst. „Wir leisten Widerstand mit Leib und Seele. Wir sind hilflos, unsere Waffe ist das Gebet.“

Pfarrer Toni Elias ist maronitischer Priester im Dorf Rmeish im Südlibanon. Im Telefonat mit dem Fides-Dienst berichtet er über die Angst und Not der Christen im Südlibanon, die unter Angriffen von israelischen Streitkräften leiden.

„Wir sind praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Nur eine alte Straße ist noch befahrbar und hält uns mit Tyros in Verbindung. Gestern gelang es uns, einen Konvoi mit dem Nötigsten über diese Straße zu schicken“, so der Priester. Die Lebensmittel würden nun an die Familien verteilt, man wisse aber nicht, wie lange der Zugangsweg noch offenbleiben werde, so Elias, der bekräftigte, er wolle den Menschen weiter beistehen und bleiben.

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„Im Süden sind wir die Einzigen, die in diesen wenigen christlichen Dörfern übriggeblieben sind. Solange wir hier sind, bleibt dieses Land libanesisches Land. Wir leisten Widerstand mit Leib und Seele. Wir haben nichts, wir sind hilflos, unsere Waffe ist das Gebet. Und wenn wir gehen würden, würde der Südlibanon verschwinden. All die harte Arbeit unserer Vorfahren, die diese Dörfer in einem gesegneten Land aufgebaut haben, wäre umsonst.“

Im nahegelegenen christlichen Dorf Ain Ebel sei diese Woche ein Haus bombardiert worden, berichtet Pfarrer Toni Elias weiter, „aber glücklicherweise gab es keine Toten“. Nachts seien die Geräusche israelischer Panzer und Bulldozer zu hören, die sich näherten.

Dankbar zeigte sich der Geistliche gegenüber Fides über den Versuch der katholischen Kirche, Hilfe zu leisten. So sei in der vergangenen Woche ein Konvoi mit humanitärer Hilfe, organisiert von katholischen Vereinen und Gruppen, angekommen. Auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Paolo Borgia, sei da gewesen.

Im Grenzgebiet

Rmeish liegt weniger als zwei Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Bereits im Oktober 2024 befand sich das Dorf nach dem Einmarsch der israelischen Armee in den Südlibanon in einer ähnlichen Notlage. Das erklärte Ziel der israelischen Angriffe im Libanon ist die Zerstörung von Hisbollah-Stellungen. Doch die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz greift im Kontext der neuen Unruhen, die durch den US-amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran ausgelöst wurden, weiterhin israelisches Territorium mit Raketen an. Die israelischen Bombenangriffe treffen ganz Libanon, einschließlich der Hauptstadt Beirut. Der Süden des Landes steht jedoch im Zentrum israelischer Besatzungspläne.

(fides – pr, mit Infos von Gianni Valente)

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25. März 2026, 14:49