Missionarinnen der Nächstenliebe Missionarinnen der Nächstenliebe  (AFP or licensors)

Abu Dhabi: Gedenken an ermordete Missionarinnen der Nächstenliebe

Erzbischof Paolo Martinelli hat am Mittwoch in einer Messe vier ermordeter Schwestern gedacht. Sie starben vor zehn Jahren bei einem Angriff auf das von ihnen geführte Altersheim in Aden im Jemen.

Das Apostolische Vikariat Südarabien erinnerte an diesem Mittwoch mit einer Messe in der Kathedrale St. Joseph in Abu Dhabi an die vier ermordeten Missionarinnen der Nächstenliebe. Vor zehn Jahren, am 4. März 2016, drangen bewaffnete Männer in das von den Schwestern in Aden geführte Altersheim ein und töteten vier der fünf Schwestern vor Ort. Nur die Oberin der Gemeinschaft überlebte. Papst Franziskus bezeichnete die vier Missionarinnen der Nächstenliebe daraufhin während des Angelusgebets am 6. März 2016 als „Märtyrerinnen der heutigen Zeit“.

Jubiläum als Zeichen der Hoffnung

Bischof Paolo Martinelli, Apostolischer Vikar in Südarabien, betonte, dass dieses Jubiläum Anlass zur Hoffnung gebe. Trotz der schweren Konflikte in der Golfregion seien die Schwestern noch immer im Jemen aktiv, um den Ärmsten des Landes beizustehen. Das Zeugnis der Schwestern ermutige dazu, als Friedensstifter in diesem Land tätig zu sein, so der Bischof.

Langjährige Mission im Jemen

Die Missionarinnen der Nächstenliebe sind seit 1973 auf Einladung der damaligen Regierung des Nordjemen im Jemen präsent. Das Altenheim in Aden wurde 1992 auf Wunsch der lokalen Behörden eröffnet. Heute setzen zwei Gemeinschaften ihre Mission in Hodeidah und Sana'a fort.

(sir – cf)

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04. März 2026, 12:42