Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. 

USA: Chicago trauert um Bürgerrechtler Jesse Jackson

Die USA verlieren eine ihrer prägendsten Stimmen im Kampf für soziale Gerechtigkeit. Nach dem Tod des Baptistenpastors und Bürgerrechtlers Jesse Jackson hat der Erzbischof von Chicago, Kardinal Blase J. Cupich, das Lebenswerk des Verstorbenen gewürdigt. Er bezeichnete Jackson als einen unermüdlichen Streiter für den Frieden, dessen Erbe nun als Auftrag für die gesamte Nation zu verstehen sei.

In einer offiziellen Beileidsbekundung drückte Kardinal Cupich seine zwiespältigen Gefühle aus: „Ich bin zugleich betrübt und im Frieden über das Ableben von Reverend Jesse Jackson. Betrübt, weil wir einen Weggefährten auf dem Marsch hin zu Gewaltfreiheit, Frieden sowie wirtschaftlicher und rassischer Gerechtigkeit verloren haben.“ Dennoch empfinde er Gelassenheit, da Jackson nun „in den Händen des Guten Hirten“ sei, dem er sein Leben gewidmet habe.

Ein Erbe der Einheit

Cupich erinnerte an Jacksons unerschöpfliche Energie, Menschen im Kampf gegen Ungerechtigkeit zu vereinen. Er schloss seine Botschaft mit einem Rückgriff auf Martin Luther King Jr. und dessen Mahnung, dass eine Nation entweder „gemeinsam aufsteigen oder gemeinsam untergehen“ müsse. Jacksons Zeugnis solle alle inspirieren, diesen Weg der Einheit fortzusetzen.

Jesse Jackson: Ein Leben im Dienst der „Rainbow Coalition“

Mit Jesse Jackson verstirbt eine der letzten großen Figuren der Ära Martin Luther Kings. Jackson, der 1941 in Greenville (South Carolina) geboren wurde, stand 1968 auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis, als King erschossen wurde. Dieses Ereignis prägte seinen weiteren Weg radikal.

In den letzten Jahren war es aufgrund einer Parkinson-Erkrankung ruhiger um den Pastor geworden, doch seine moralische Autorität blieb in Chicago und weit darüber hinaus ungebrochen. Sein Tod markiert das Ende eines Kapitels der US-Bürgerrechtsgeschichte, in dem Religion und politischer Aktivismus untrennbar miteinander verbunden waren, erinnerte Kardinal Cupich.

(sir - mg)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

18. Februar 2026, 13:19