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Santiago de Compostela Santiago de Compostela  (ANSA)

Spanien: Caritas-Unternehmen Arroupa schafft neue Arbeitsplätze

Mit einem symbolischen Spatenstich hat das Caritas-Unternehmen „Arroupa“ diese Woche den Bau einer neuen Textilverarbeitungsanlage in Santiago de Compostela eingeleitet. Das Projekt markiert einen Wendepunkt für die Diözese: Die Kapazitäten zur Verarbeitung von Altkleidern sollen verfünffacht werden, wodurch Galicien zu einem Vorreiter in der inklusiven Kreislaufwirtschaft aufsteigt.

An der feierlichen Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter aus Politik und Kirche teil, darunter Alfonso Rueda, Präsident der Regionalregierung von Galicien, Erzbischof Francisco Prieto sowie Manuel Bretón, Präsident der Caritas Spanien. Begleitet wurden sie von über 60 Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Mehr als nur Recycling: Ein Motor für soziale Gerechtigkeit

Erzbischof Francisco Prieto betonte zum Abschluss der Veranstaltung die tiefere Bedeutung des Bauvorhabens: „Dieses Projekt ist der konkrete Ausdruck einer Kirche, die nicht nur begleitet, sondern auch die Zukunft baut, indem sie würdevolle Beschäftigung, Integrationsmöglichkeiten und ein Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit schafft.“

Das Projekt „Arroupa“ setzt auf ein Modell, das ökologische Ziele mit sozialer Hilfe verknüpft vor allem Arbeitsplätze. Die Zahl der direkten Angestellten soll von 37 auf 62 steigen. Es gehe aber auch um Inklusion. Über 80 Prozent dieser Stellen seien für Menschen reserviert, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind oder sich bereits in prekären Lebenslagen befinden. Und man wolle auch in Ausbildung investieren. Es sollen 25 neue Plätze für sozio-berufliche Eingliederung geschaffen werden, die technische Ausbildung mit spezialisierter Begleitung kombinieren.

Hilfe für bedürftige Familien wächst

Neben der ökologischen Komponente der Textilwiederverwertung profitieren bedürftige Familien unmittelbar von der Kapazitätserweiterung. Laut Angaben der Diözesan-Caritas verteilt Arroupa derzeit jährlich etwa 27.000 Kleidungsstücke an vulnerable Gruppen. Mit der neuen Anlage soll diese Zahl auf über 40.000 Kleidungsstücke pro Jahr ansteigen.

Der Neubau soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das zweite Quartal 2027 geplant. Damit festigt die Caritas ihr Engagement, ökologische Nachhaltigkeit nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Werkzeug für „würdevolle Beschäftigung“.

(sir - mg)

 

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14. Februar 2026, 13:46