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Eine Aufnahme aus Gujranwala aus dem Jahr 2020 Eine Aufnahme aus Gujranwala aus dem Jahr 2020 

Pakistan: Bitte um Schutz

Menschenrechtler bitten die Behörden der Provinz Punjab, eine christliche Familie zu schützen, die von Muslimen der Blasphemie beschuldigt wird.

Hinter den Blasphemie-Anschuldigungen gegen Sarwar Masih, einen Einwohner der Stadt Gujranwala, stehe ein Streit um Landbesitz, erklärte der Verband „Human Rights Focus Pakistan“ (HRFP) in einer Pressemitteilung. Die Behörden sollten den Schutz von Masih und seiner Familie gewährleisten, eine unparteiische Untersuchung des Vorfalls durchführen und die Täter vor Gericht bringen.

Beunruhigendes Muster

Örtliche Christen äußern ihre Befürchtung, dass die bestehenden Spannungen eskalieren und die gesamte christliche Gemeinde in der Region gefährden könnten. Der Vorsitzende des Menschenrechtsverbands sprach von einem beunruhigenden Muster im Fall Masih: „Dies ist nicht das erste Mal, dass Landräuber mit Blasphemievorwürfen drohen, um christliche Familien zum Schweigen zu bringen und sie zu zwingen, ihre Häuser zu verlassen“.

Blasphemie in Pakistan, also die Verunglimpfung des Islam und des Propheten Mohammed, wird mit lebenslanger Haft bis hin zur Todesstrafe geahndet. Dutzende von Menschen, Christen wie auch Muslime, wurden in den vergangenen Jahrzehnten wegen Blasphemie inhaftiert, einige sogar zum Tode verurteilt. Hingerichtet wurde jedoch noch niemand.

(ucanews – sk)

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26. Februar 2026, 11:53