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Gebet in katholischer Kirche in Nigeria Gebet in katholischer Kirche in Nigeria  (AFP or licensors)

Nigeria: Neun aus katholischer Kirche entführte Kinder wieder frei

Die neun Kinder, die vergangene Woche aus der Missionsstation des heiligen Johannes vom Kreuz in Ojijea Ojije im Bundesstaat Benue entführt worden waren, sind wieder frei. Die sechs Mädchen und drei Jungen wurden in ein Krankenhaus gebracht, um medizinisch versorgt zu werden. Die Missionsstation gehört zur Pfarrei St. Paul im Verwaltungsgebiet Ado. Die Kinder waren entführt worden, während sie an einer Gebetswache teilnahmen.

Über die Freilassung berichten zahlreiche internationale Agenturen. Demnach seien Polizeiangaben zufolge vier Personen festgenommen worden, die im Verdacht stehen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die ersten beiden Verdächtigen wurden bereits am 11. Februar verhaftet. Auf Grundlage weiterer Geheimdienstinformationen führte die Polizei am 14. Februar eine neue Razzia im Versteck eines der Verdächtigen durch. Die Aktion führte zur Sicherstellung eines AK-47-Gewehrs und acht Patronen im Kaliber 7,62 mm sowie zur Festnahme zweier weiterer Verdächtiger, die als zentrale Mitglieder der für die Entführungen verantwortlichen kriminellen Gruppe gelten.

Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die vier Festgenommenen direkt mit der Entführung der neun Kinder in Verbindung stehen. Die fortgesetzten Suchaktionen im Entführungsgebiet und in den angrenzenden Gemeinden erhöhten offenbar den Druck auf die Komplizen, die die Geiseln festhielten, sodass diese gezwungen waren, die Kinder unversehrt freizulassen.

Anhaltende Gewalt

Aus Nigeria kam in den vergangenen Tagen jedoch auch die Nachricht von einem neuen Massaker im Bundesstaat Niger im zentral-westlichen Teil des Landes: Bewaffnete Männer auf Motorrädern griffen drei Gemeinden im Verwaltungsgebiet Borgu nahe der Grenze zu den Bundesstaaten Kwara und Katsina an. Mindestens 46 Menschen wurden getötet, davon 38 allein im Dorf Konkoso; weitere wurden entführt und ihre Häuser in Brand gesetzt.

Die Region grenzt an den Kainji-Wald, der seit langem als Rückzugsgebiet für bewaffnete Gruppen gilt, darunter auch Fraktionen mit Verbindungen zu Boko Haram. Die Gewalt in der Gegend wird sowohl von Gruppen mit aufständischer Ideologie als auch von Banditen verübt, die Entführungen zur Erpressung von Lösegeld begehen.

(fides - cs)

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16. Februar 2026, 13:11