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Betende Menschen in Myanmar Betende Menschen in Myanmar  (AFP or licensors)

Myanmar: Luftschlag trifft mennonitische Gemeinde

Bei einem gezielten Luftangriff des Militärs auf das Dorf Tlangkhua im christlich geprägten Bundesstaat Chin sind am 10. Februar mindestens sechs Menschen getötet worden. Wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) an diesem Dienstag mitteilte, handelt es sich bei den Opfern überwiegend um hochrangige Mitglieder einer lokalen mennonitischen Gemeinde.

Der Angriff ereignete sich völlig überraschend und forderte mehrere Todesopfer, darunter den Diakon, den Schatzmeister sowie zwei Jugendleiter der „Bible Missionary Church“. Elf weitere Gemeindemitglieder erlitten schwere Verletzungen und befinden sich in kritischem Zustand. Auch ein Kirchengebäude, das sich derzeit im Bau befand, wurde durch die Wucht der Detonation schwer beschädigt.

Systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung

Der Ökumenische Rat der Kirchen betont, dass dieser Vorfall kein Einzelfall ist. Er reiht sich ein in ein „umfassendes Muster von Angriffen gegen Zivilisten“. Bereits am Vortag, dem 9. Februar, wurde die nahegelegene Stadt Matupi Ziel militärischer Operationen.

Daten des Myanmar Peace Monitor verdeutlichen das Ausmaß der Eskalation: Innerhalb der letzten 15 Monate wurden mehr als 1.000 zivile Ziele aus der Luft angegriffen. Seit Ende 2024 stieg die Zahl der durch Luftschläge getöteten Zivilisten auf mindestens 1.728 an. Der Chin-Staat, in dem ein Großteil der Bevölkerung dem christlichen Glauben angehört, steht dabei besonders häufig im Fadenkreuz der Militärjunta.

Weltweite Verurteilung

Der Generalsekretär des ÖRK, Jerry Pillay, verurteilte die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung scharf. „Diese andauernden Angriffe stellen schwere Verletzungen des internationalen Rechts, der Menschenwürde und der Heiligkeit des Lebens dar“, erklärte Pillay in einer Stellungnahme. Er drückte der mennonitischen Weltgemeinschaft und allen leidenden Gemeinschaften in Myanmar seine tiefe Solidarität aus.

Kirchenvertreter weltweit fordern nun ein verstärktes Eingreifen der internationalen Gemeinschaft, um den Schutz von Minderheiten und religiösen Stätten in Myanmar zu gewährleisten.

(sir/örk - mg)

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17. Februar 2026, 13:00