Auf einem Bildschirm an einem Gebäude in Kyiv wird die Temperatur von -19 Grad angezeigt Auf einem Bildschirm an einem Gebäude in Kyiv wird die Temperatur von -19 Grad angezeigt  (AFP or licensors)

UN-Vertreter verurteilt Angriffe auf ukrainische Energieversorgung

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich empört über die wiederholten Angriffe Russlands auf die Strom- und Wärmeversorgung unter anderem in Kyiv und Odessa geäußert. Angesichts der extremen Kälte in der Ukraine mit Temperaturen unter minus 10 Grad könnten die Attacken nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssten aufhören, sagte Türk am Dienstag in Genf.

Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien „ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Kriegsführung“, so Türk.

Russische Luftschläge in der vergangenen Nacht führten laut den Angaben in mehreren Regionen zu Ausfällen der Notstromversorgung und der Heizung. In Kyiv waren am Dienstagmorgen demnach 5.635 mehrstöckige Wohngebäude ohne Heizung. Die meisten hatten erst am 9. Januar einen ähnlichen Ausfall erlitten und waren erst kürzlich wieder ans Netz angeschlossen worden.

Attacken im Wissen um die Folgen

Jetzt seien Hunderttausende Familien ohne Heizung und ein erheblicher Teil Kyivs auch ohne Wasser, sagte Türk. Betroffen seien auch Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Russland habe die breiten Angriffe trotz umfangreicher Informationen über die schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung durchgeführt, so der Menschenrechtskommissar.

Schon 2024 hatte Russland mit gezielten Angriffen das Energiesystem der Ukraine geschwächt. Stromausfälle in vielen Regionen dauerten regelmäßig bis zu 18 Stunden am Tag.

(kna - cs)

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20. Januar 2026, 12:06