Philippinen: Bischöfe rufen zum Kampf gegen Korruption auf
Wie der neue Vorsitzende der philippinischen Bischofskonferenz (CBCP), Erzbischof Gilbert Garcera, erklärte, sei die Kirche zu Gesprächen mit staatlichen Stellen und auch mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. bereit. Dabei solle es um Fragen gehen, die das philippinische Volk und das Gemeinwohl beträfen.
Gewissensbildung
Im Anschluss an die 131. Vollversammlung der Bischofskonferenz betonte Garcera, der Kampf gegen Korruption müsse bei der Gewissensbildung ansetzen. Ohne moralische Orientierung werde das Denken verzerrt. Die Kirche versicherte ihre Bereitschaft, gemeinsam mit staatlichen Behörden öffentliche Projekte zu überwachen, um Transparenz und Rechenschaftspflicht zu stärken.
Bischof Gerardo Alminaza, Präsident von Caritas Philippinen, sprach von einer „systemischen“ Korruption im Land. Die Lösung könne nicht allein vom Staat kommen, sondern erfordere das Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte. Auch Vertreter der Kirche forderten, Korruptionsdelikte konsequent nach dem Gesetz zu ahnden.
Die Bischöfe wollen ihre Zusammenarbeit mit Regierung und Zivilgesellschaft insbesondere zum Wohl der Armen ausbauen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass öffentliche Hilfsprogramme tatsächlich bei den Bedürftigsten ankommen. Dialog, Demut und kollektives Handeln seien dafür entscheidend, so Garcera.
Gegen Präsident Marcos wurden zuletzt zwei Amtsenthebungsanträge eingebracht. Dabei geht es unter anderem um Korruptionsvorwürfe.
(asianews - skr)
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