Pakistan: Katholische Klinik startet erste Palliativ-Station im Land
Zur Einweihung und Segnung kamen am 12. Januar unter anderem der Nuntius in Pakistan, Erzbischof Germano Penemote, sowie der Bischof von Hyderabad und Vorsitzende der Pakistanischen Bischofskonferenz, Samson Shukardin. Unter den Gästen befanden sich auch der christliche Politiker Anthony Naveed, Vizepräsident der Provinzversammlung von Sindh, sowie der ungarische Botschafter in Pakistan, Zoltán Varga.
Das Zentrum entstand mit Unterstützung der ungarischen Regierung sowie von Wohltätern aus Australien und dem Vereinigten Königreich. Wie Pater Robert McCulloch von der Missionsgesellschaft des hl. Columban erklärte, stellt das Palliativzentrum „einen grundlegenden Wendepunkt in der Gesundheitsversorgung in Pakistan“ dar und richte sich speziell an Krebskranke. „Die Behandlung von Krebs ist für die Bevölkerung Pakistans zu teuer“, so McCulloch. Die katholische Kirche reagiere darauf über das St.-Elisabeth-Krankenhaus.
Die Betreuung und der ambulante Dienst für Palliativpflege sind kostenlos. Das Angebot steht McCulloch zufolge Menschen „jeder Kultur, Ethnie und Religion“ offen und fördere damit auch „die interreligiöse Harmonie in der Region“.
„Hungary Helps“
Das St.-Elisabeth-Krankenhaus hatte bereits in den vergangenen Jahren einen ambulanten Palliativpflegedienst aufgebaut. Da es im staatlichen Gesundheitssystem keine entsprechenden Angebote gibt und Familien hohe Kosten tragen müssen, entschied sich das Krankenhaus nach positiven Erfahrungen für den Bau des Zentrums. Die Finanzierung erfolgte über das Programm „Hungary Helps“, das weltweit Entwicklungs- und Hilfsprojekte unterstützt.
(fides – gs)
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