Nigeria: Entführungen sorgen Bischof von Kontagora
„Unsere Bevölkerung lebt in ständiger Angst und Qual. Hoffnungslosigkeit ist in den Verwaltungsbezirken Agwara und Borgu im Bundesstaat Niger zur täglichen Realität geworden. Banditentum und gewalttätige Überfälle lähmen das Bildungswesen, die Landwirtschaft und das Gemeinschaftsleben.“ Bischof Bulus zeichnete ein düsteres Bild vom täglichen Leben in der Region: „Derzeit funktioniert die Rechtsstaatlichkeit in Nord-Borgu nicht mehr. Banditen treiben sich Tag und Nacht ungehindert herum, ohne dass ihnen jemand etwas entgegensetzt“, beklagte der Bischof bei der Pressekonferenz am Dienstag (20. Januar).
Regierung soll Sicherheit erhöhen - auch durch Militärpräsenz
Über die unmittelbaren menschlichen Opfer hinaus warnte Bischof Bulus vor drohenden wirtschaftlichen und ernährungssicherheitstechnischen Folgen, wenn die Unsicherheit nicht dringend angegangen werde. Der Bischof der Diözese Kontagora, der gleichzeitig Vorsitzender der Christian Association of Nigeria (CAN) im Bundesstaat Niger ist, appellierte an die Bundes- und Landesregierungen, in Agwara eine voll ausgestattete Militärbasis sowie befestigte Polizeistationen und Kontrollpunkte einzurichten.
„Die Militärbasis sollte über eine vollständig mobile und gepanzerte Einheit verfügen, die in der Lage ist, die Banditen zu verfolgen und festzusetzen, sobald sie ihre Verstecke verlassen, um die Bevölkerung zu terrorisieren“, sagte Bischof Bulus.
(aciafrica - sst)
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