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Straßenszene in Parsa, Nepal Straßenszene in Parsa, Nepal  (ANSA)

Nepal: Zusammenstöße zwischen Hindus und Muslimen

Die Behörden einer Stadt im Süden Nepals an der Grenze zu Indien haben nach Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen eine strenge Ausgangssperre verhängt. Eine hinduistische Menschenmenge hatte lokalen Angaben zufolge eine Moschee verwüstet und den Koran verbrannt.

Die Hindus fühlten sich von Beiträgen in sozialen Medien diffamiert, wie die Agentur ucanews berichtet. Opfer wurden bisher keine gemeldet.

Die Zusammenstöße ereigneten sich in der Stadt Birgunj im Distrikt Parsa, etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Kathmandu. Die Regionalregierung von Parsa rief zu Frieden, Toleranz und Dialog auf, um die Spannungen zu entschärfen. Zugleich verhängte eine strikte Ausgangssperre und ordnete die „sofortigen Erschießung“ etwaiger Randalierer an.

Die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen eskalierten erstmals am 3. Januar. Auf die Verwüstung der Moschee und die Koranverbrennung

reagierten Muslime heftig. Sie warfen den staatlichen Stellen Passivität vor. Darüber hinaus machten muslimische Führer darauf aufmerksam, dass hinduistische Hardliner in den vergangenen zehn Jahren Hassreden, Gewalt, Diskriminierung und die Einschüchterung ethnischer und religiöser Minderheiten, darunter Muslime, gefördert hätten. Bereits 2025 sei es bei zwei hinduistischen Prozessionen zu Zusammenstößen zwischen den Gemeinschaften gekommen.

(ucanews – gs)

 

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07. Januar 2026, 12:30