Mosambik: Solidarität mit Überschwemmungsopfern
P. Bernardo Suate – Vatikanstadt
„Unzählige Familien sind obdachlos geworden, Menschen haben ihr Hab und Gut, ihre Lebensgrundlage und in einigen Fällen auch ihre Angehörigen verloren”, betont der Erzbischof, der „alle Betroffenen der mütterlichen Fürsprache Unserer Lieben Frau, der Mutter der Hoffnung und des Trostes“, anvertraut, „damit sie diejenigen tröstet, die weinen, diejenigen stärkt, die alles verloren haben, und diejenigen unterstützt, die sich für die Opfer einsetzen”.
Tausende Menschen mussten aufgrund der anhaltenden Regenfälle bereits ihre Häuser verlassen, einige mussten sich sogar auf die Dächer retten. Die Unwetterwarnung bleibt auch in diesen Stunden weiter bestehen. Mehr als 620.000 Menschen sind offiziellen Angaben zufolge direkt betroffen, über 72.000 Häuser stehen unter Wasser. Auch Straßen, Brücken und Gesundheitszentren sind nach Aussage der Internationalen Vereinigung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes, welche Nothilfe leisten, schwer betroffen.
Überschwemmungen nicht nur ein Naturphänomen
In seiner Botschaft verweist der Erzbischof auch auf das Wort Gottes, das uns daran erinnert, dass „Gehorsam … besser als Opfer“ sei (vgl. 1 Sam 15,22). Dasselbe Wort spreche durch die Realität, die wir erleben, zu uns: „Überschwemmungen sind nicht nur ein Naturphänomen; sie fordern uns als Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaft heraus und rufen uns zur Verantwortung, zur Unterscheidung, zur Sorge um unser gemeinsames Haus und zur Aufmerksamkeit für die Schwächsten auf“, so der Erzbischof. Gott spreche durch den Schrei der Armen und Leidenden zu uns, erinnert er weiter. Es habe also Konsequenzen, diese Stimme zu ignorieren.
Gesten der Solidarität
Allerdings hält der Erzbischof in dieser Situation nichts von gegenseitigen Anschuldigungen oder spaltenden Reden. Vielmehr handele es sich um „eine Zeit des Bewusstseins, der Bekehrung und des Engagements, eines Glaubens, der sich in konkreten Gesten der Liebe und Solidarität ausdrückt“, mahnt er.
In diesem Sinn verweist er auf die Caritas der Erzdiözese Maputo, die derzeit eine Spendenkampagne durchführt, um das Leid zahlreicher betroffener Familien zu lindern. Pfarreien, Gemeinden, Gruppen und alle Gläubigen der Erzdiözese ruft er auf, sich weiterhin zu engagieren und einfache, aber wirksame Gesten geschwisterlicher Hilfe zu fördern.
„Jeder kann seinen Beitrag leisten, sei er auch noch so klein, jede Geste zählt, jedes Teilen ist ein Zeichen der Hoffnung für diejenigen, die fast alles verloren haben”, schreibt Erzbischof João Carlos Hatoa Nunes in seiner Botschaft.
Wiederaufbau an verschiedenen Fronten
Abschließend denkt der Kirchenmann über den Wiederaufbau nach den Überschwemmungen nach. Dabei gehe es nicht nur darum, Häuser wiederaufzubauen, sondern auch Beziehungen, Einstellungen und Verantwortlichkeiten, damit ähnliche Situationen auf ein besser vorbereitetes, aufmerksameres und solidarischeres Volk träfen, fordert er.
Er hoffe, dass diese schwierige Zeit auch eine günstige Zeit dafür sein könne, ein bewussteres, geschwisterlicheres und sorgfältigeres Mosambik zu schaffen, das mehr Achtung vor dem menschlichen Leben und der Schöpfung habe, so die abschließenden Worte des Erzbischofs.
(vatican news/reuters - cs)
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