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Ein Migrant an Bord eines Rettungsschiffs vor der Küste Libyens - Aufnahme vom 17. Januar Ein Migrant an Bord eines Rettungsschiffs vor der Küste Libyens - Aufnahme vom 17. Januar  (AFP or licensors)

Libyen: Migranten aus Haft befreit

Truppen des aufständischen Generals Chalifa Haftar haben am Montag 221 Migranten, unter ihnen auch Frauen und Kinder, aus einer unterirdischen Gefängnisanlage befreit.

Einige der Migranten waren in der Anlage in Koufra in der Nähe der Grenze zum Sudan schon zwei Jahre lang festgehalten worden. Bereits in der Woche zuvor hatten Haftar-Truppen 195 Migranten in Ajdabiya im Nordosten Libyens befreit; außerdem wurden dort 21 Tote in einem Massengrab gefunden.

„Diese schockierenden Nachrichten zeigen, welchen schweren Gefahren Migranten ausgesetzt sind, wenn sie auf ihrer Migrationsroute in die Hände krimineller Netzwerke geraten“, erklärte Nicoletta Giordano von der UNO-Migrationsbehörde IOM. Die Migranten waren festgehalten, einige von ihnen auch gefoltert worden, um von ihren Angehörigen aus Sudan, Tschad, Niger, Eritrea oder Nigeria Lösegeld zu erpressen.

Viele Migranten sind vor dem Krieg aus dem Sudan geflohen

Seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen chronisch instabil. Ende letzten Jahres hielten sich in Libyen nach IOM-Angaben mehr als 900.000 Migranten auf. Mehr als ein Drittel von ihnen stammen aus dem Nachbarland Sudan, in dem seit 2023 ein Bürgerkrieg tobt. Koufra liegt an einer der wichtigsten Migrationsrouten in Libyen. Viele Migranten aus anderen afrikanischen Ländern versuchen von Libyen aus, über das Mittelmeer nach Italien bzw. Griechenland überzusetzen.

Der Einsatz für Migranten gehörte zu den wichtigsten Akzenten im Pontifikat von Papst Franziskus (2013-25). Seine erste Reise im Amt führte den damaligen Papst auf die Flüchtlings-Insel Lampedusa vor Sizilien.

(la croix – sk)

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22. Januar 2026, 12:13