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Hyung Sik Shin überreicht im Dezember letzten Jahres sein Beglaubigungsschreiben an den Papst Hyung Sik Shin überreicht im Dezember letzten Jahres sein Beglaubigungsschreiben an den Papst  (@VATICAN MEDIA)

„WJT in Südkorea als universelle Friedensbotschaft“

„Wir sollten auf feindselige Akte verzichten und Nordkorea die Hand zur Versöhnung reichen.“ Das sagt der südkoreanische Botschafter beim Heiligen Stuhl in einem Gespräch mit der vatikanischen Nachrichtenagentur fides.

„Wir wollen die Ära des Streits hinter uns lassen und eine neue Ära der friedlichen Koexistenz einleiten“, so Hyung Sik Shin in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Der katholische Anwalt räumt ein, dass achtzig Jahre nach der Teilung der koreanischen Halbinsel der Wunsch nach Wiedervereinigung und südkoreanischen Jugendlichen immer mehr abnimmt. Seine Regierung setze daher auf einen Befriedungsprozess der kleinen Schritte gegenüber Nordkorea, ohne den „grundlegenden strategischen Imperativ“ der Wiedervereinigung aufzugeben.

In dem Interview geht der Diplomat auch auf den katholischen Weltjugendtag (WJT) ein, der 2027 in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul stattfinden wird. „Er wird ein Meilenstein für Korea sein auf seinem Weg zu einer führenden Nation auf globaler Ebene.“ Sein Land werde damit zum Ausgangspunkt einer universellen Friedensbotschaft. „Wir hoffen vor allem, dass die Anwesenheit von Papst Leo XIV. zu dem nötigen Schwung führt, um ein neues Kapitel des Friedens in Ostasien aufzuschlagen.“

„Falls es dann ein günstiges Umfeld für einen Papstbesuch in Nordkorea geben sollte...“

Wörtlich fuhr Hyung Sik Shin fort: „Falls es dann ein günstiges Umfeld für einen Papstbesuch in Nordkorea geben sollte, wäre das ein Moment des Wandels für den Weltfrieden. Als Botschafter werde ich bei diesen Bemühungen mithelfen, damit der WJT 2027 zu einem Wendepunkt hin zu friedlicher Koexistenz und gemeinsamem Wachstum für alle wird.“

(fides – sk)
 

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16. Januar 2026, 11:12