In Guatemala kam es am Wochenende in mehreren Gefängnissen zu Aufständen, die auf die Straßen übergriffen In Guatemala kam es am Wochenende in mehreren Gefängnissen zu Aufständen, die auf die Straßen übergriffen 

Welle der Gewalt erschüttert Guatemala

Guatemala leidet derzeit unter einer Welle der Gewalt, die am Wochenende mit Gefängnisaufständen und Gewalttaten krimineller Banden ihren Höhepunkt erreichte. Neun Polizisten kamen dabei ums Leben. Erzbischof Villa hat die Sonntagsmessen in der Hauptstadt ausgesetzt und zur „Beendigung der mörderischen Gewalt“ aufgerufen.

Der guatemaltekische Präsident Bernardo Arévalo hat am Sonntag für 30 Tage den Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet verhängt. In einer diesbezüglichen Erklärung brachte Gonzalo de Villa y Vásquez, Erzbischof von Santiago de Guatemala, die Nähe der Kirche zu den Opfern zum Ausdruck und bekräftigte ihr Engagement für den Frieden. Gleichzeitig sprach er sein Beileid für die verlorenen Menschenleben aus und versicherte sein Gebet dafür, dass Ruhe und Geschwisterlichkeit in die Hauptstadt und die umliegenden Gemeinden zurückkehren könnten.

Als vorbeugende Maßnahme hat der Erzbischof die Aussetzung der Sonntagsmessen am Nachmittag im gesamten Departement Guatemala angeordnet, um die Bevölkerung keinen größeren Risiken auszusetzen. In seiner Erklärung forderte der Erzbischof die Mitglieder der katholischen Kirche auf, „im Gebet für den Frieden und für die Beendigung der mörderischen Gewalt, die das Land heimsucht und erschüttert, auszuharren”. Gleichzeitig bekräftigte die Kirche von Santiago de Guatemala ihr pastorales Engagement, das Volk in diesen Zeiten sozialer Krisen zu begleiten und Hoffnung und Dialog zu stärken.

(sir - cs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

20. Januar 2026, 14:17