EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Agenturfoto) EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Agenturfoto)  (AFP or licensors)

EU warnt vor Verfälschung der Holocaust-Erinnerung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dazu aufgerufen, die Lehren aus der Shoah weiterzugeben. „Holocaust-Verzerrungen werden benutzt, um uns zu spalten, Verbrechen zu relativieren und Antisemitismus anzuheizen", warnte von der Leyen am Montag in Brüssel anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27.1.2026.

Es sei Aufgabe aller, dass das Gedenken akkurat, relevant und bedeutungsvoll bleibe. „Nichts kann jemals rechtfertigen, eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Europas zu verzerren, zu verharmlosen oder zu instrumentalisieren", so die Kommissionspräsidentin. Von der Leyen rief dazu auf, ein Europa frei von Antisemitismus und jeglichen Formen des Hasses aufzubauen. „Das jüdische Leben in Europa muss gedeihen können, nicht sich verstecken. Europa muss ein sicherer Ort für Juden und Menschen aller Glaubensrichtungen sein."

„Europa muss ein sicherer Ort für Juden und Menschen aller Glaubensrichtungen sein“

 

Die EU-Kommission arbeite daran, etwa durch mehr Sicherheitsmaßnahmen rund um öffentliche Räume und Kultstätten sowie durch Förderung des jüdischen Lebens. 

Hintergrund

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnert an die Befreiung überlebender Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Januar 1945 durch die sowjetische Armee. Dort wurden schätzungsweise etwa 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen ermordet. Insgesamt starben während des Zweiten Weltkrieges rund sechs Millionen Juden durch die Massenvernichtung der Nationalsozialisten. Im EU-Parlament gedenken die Abgeordneten am Dienstag der Opfer der Schoah. Sprechen wird unter anderem die Holocaust-Überlebende Tatiana Bucci, die als Kind nach Auschwitz deportiert wurde. 

(kna - sst) 

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26. Januar 2026, 15:18