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CELAM zeigt sich solidarisch mit venezolanischem Volk

In ihrer Solidaritätsbotschaft vom Montag greifen die lateinamerikanischen Bischöfe die Worte des Papstes beim Mittagsgebet am Vortag auf und versichern die Venezolaner ihrer Nähe.

Sie seien nicht allein, heißt es in dem Schreiben, welches das Präsidium des Lateinamerikanischen und Karibischen Bischofsrates CELAM an die Adresse der Venezolaner geschickt hat. Angesichts des Festes der Epiphanie wollten sie ihnen eine „schlichte, brüderliche und hoffnungsvolle Botschaft“ übermitteln, so die Verfasser. Die Epiphanie in dieser Zeit zu feiern bedeute, den Glauben an einen Gott zu erneuern, der den Menschen nahe sei, mit ihnen gehe und auch in Zeiten der Unsicherheit neue Wege eröffne:

„Wir sind fest davon überzeugt, dass gemeinsam unterwegs zu sein, einander mit Respekt zuzuhören und das Gemeinwohl zu suchen, der Weg ist, den der Herr uns heute vorschlägt“, so die Bischöfe, die in diesem Zusammenhang Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und die Sorge um die Schwächsten anmahnen. Wo diese gelebt würden, offenbare sich Gott erneut – „wie in Bethlehem“, so die Botschaft, die vom Präsidenten, den Vize-Präsidenten, dem Präsidenten des Wirtschaftsrates der CELAM und dem Generalsekretär des länderübergreifenden Bischofsnetzwerkes unterzeichnet ist.

Dialog und Gemeinwohl

Die Situation Venezuelas vertrauen sie – wie am Vortag bereits Papst Leo XIV. - der Fürsprache der Muttergottes von Coromoto sowie des heiligen José Gregorio Hernández und der Mutter Carmen Rendiles an. Zugleich greift der Bischofsrat die Worte des Papstes auf, der beim Mittagsgebet am Sonntag nach dem US-Angriff auf Venezuela zu Gewaltlosigkeit, zur Achtung der Souveränität und der Menschenwürde, zur Sorge für die Armen sowie zu Wegen des Dialogs, der Gerechtigkeit und des Friedens aufgerufen hat.

Abschließend versichern die Verfasser der Kirche und dem Volk Venezuelas ihre Nähe: „Ihr seid nicht allein”, unterstreicht das CELAM-Präsidium. Die Kirche solle ein offenes Haus, ein Ort der Begegnung und eine Stimme der Hoffnung sein, die zur Versöhnung ermutige, so die Bischöfe.

Weltkirchenrat verurteilt US-Angriff auf Venezuela

Neben zahlreichen anderen glaubensbasierten Organisationen hat unterdessen auch der weltweite Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) das Vorgehen der USA in Venezuela scharf verurteilt. Generalsekretär Jerry Pillay sprach in einer am ÖRK-Sitz in Genf veröffentlichten Stellungnahme von einem „erstaunlich eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht“ und forderte die Achtung der staatlichen Souveränität Venezuelas. Der US-Angriff schaffe einen gefährlichen globalen Präzedenzfall, weil er den Einsatz von Waffengewalt zur Erreichung politischer Ziele normalisiere.

Streitigkeiten müssten durch Dialog und Diplomatie und nicht durch bewaffnete Gewalt beigelegt werden, hieß es in der Weltkirchenrat-Erklärung weiter. „In diesen gefährlichen und unsicheren Zeiten braucht die Welt weise und mutige Führer für den Frieden und nicht die Ausbreitung von Konflikten und die Normalisierung internationaler Illegalität“, so ÖRK-Generalsekretär Pillay.

(pm/kap - cs)

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05. Januar 2026, 17:06