Jerusalem: Pilgern kann ein Akt der Solidarität sein
Die Lage vor Ort scheine wieder „dunkel“ zu sein, so der aus Jerusalem zugeschaltete Kardinal. Während der kürzlich beendeten Waffenruhe habe es den Anschein gehabt, dass sich die Straßen wieder öffneten, die Normalität sei aber nicht zurückgekehrt: „Aus Sicht des Pilgerwesens, der Bewegungen und der Fortbewegung ist die Situation viel ruhiger und gelassener. Es bleibt jedoch die Leere der Pilgerpräsenz.“
Besonders in Jerusalem und Betlehem litten viele christliche Familien weiterhin unter der Abwesenheit von Pilgern, erklärte der Kardinal. Seit über einem Jahr warteten sie darauf, wieder in Frieden leben zu können – für sich selbst, ihre Kinder und Angehörigen. Die Präsenz der Pilger sei entscheidend, betonte Pizzaballa: „Die christliche Gemeinschaft des Heiligen Landes braucht Ihre Anwesenheit, also erwarten wir Sie mit Freude.“
Die Begegnung in Mailand unter dem Titel „Warum wieder als Pilger ins Heilige Land reisen?“ wurde von der Vereinigung „Oasi di pace“, dem Reiseveranstalter Diòmira Travel und der Stiftung Ambrosianeum organisiert. Der aus der Lombardei stammende Pizzaballa ist seit 2020 Lateinischer Patriarch von Jerusalem sowie Kardinal.
(sir – gs)
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