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Eine christliche Kirche in Myanmar, die laut Amnesty International durch Landminen der Junta zerstört wurde (Afp photo/Amnesty International) Eine christliche Kirche in Myanmar, die laut Amnesty International durch Landminen der Junta zerstört wurde (Afp photo/Amnesty International) 

Myanmar: Bischof fordert Achtung der Menschenwürde

Der Erzbischof von Mandalay, Marco Tin Win, hat die anhaltenden Attacken der Militärjunta auf christliche Dörfer angeprangert. Der 60-jährige Bischof rief in einer Videobotschaft vom Sonntag die betroffenen Parteien auf, „Häuser der Zivilbevölkerung nicht zu verbrennen und zu zerstören und ihr Eigentum zu respektieren".

Erzbischof Tin Win mahnte laut der Agentur Ucanews alle, gemäß der kirchlichen Lehre das menschliche Leben und die Menschenwürde zu respektieren. Der Geistliche nannte dabei weder die Militärjunta noch den Staatsverwaltungsrat explizit. 

Intensivierung der Angriffe

Die Militärjunta in Myanmar hat jüngst ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss in mehreren Dörfern intensiviert. Attackiert wurde den Berichten nach auch das historische katholische Dorf Mon Hla in der Region Sagaing. Das Ausmaß der Schäden an Häusern, einer Kirche und einem Kloster in dem Dorf ist noch nicht bekannt. Tausende von katholischen Dorfbewohnern suchten Schutz in nahe gelegenen Wäldern und anderen sicheren Gebieten. Sie verweilen dort aus Angst, in ihre Häuser zurückzukehren. Erzbischof Tin Win äußerte sich besorgt über die Vermissten und Toten in mehreren Regionen des Landes.

Er sei „zutiefst bestürzt über das Leid tausender Menschen, vor allem aus Dörfern, zu denen auch Katholiken gehören, deren Häuser niedergebrannt wurden, deren Eigentum geplündert wurde und die nun obdachlos sind, vertrieben wurden und dringend Nahrung und Unterkunft benötigen", sagte Erzbischof Tin Win in seiner Videobotschaft vom 17. Juli laut Ucanews.

Erzbischof betont friedliches Zusammenleben

Das Militärregime nimmt laut Ucanews gezielt drei historische katholische Dörfer im buddhistischen Bamar-Kernland von Sagaing ins Visier, um den wachsenden Widerstand der Volksverteidigungskräfte zu unterdrücken. Erzbischof Tin Win betonte, dass die katholischen Dorfbewohner in seiner Erzdiözese Mandalay, die ebenso von dem anhaltenden Konflikt betroffen sind, seit Jahrzehnten friedlich und harmonisch mit den Buddhisten zusammenleben: „Es herrscht gegenseitiges Verständnis und Respekt trotz bestehender Unterschiede, und es hat in diesen Dörfern nie religiöse Konflikte gegeben", sagte er.

„Es herrscht gegenseitiges Verständnis und Respekt trotz bestehender Unterschiede, und es hat in diesen Dörfern nie religiöse Konflikte gegeben“

Die Junta hat Berichten nach auch ihre Offensiven in den Regionen Magwe und Chin mit Artilleriebeschuss, Luftangriffen und dem Niederbrennen von Häusern in mehreren Dörfern verstärkt. Tausende von Menschen wurden so vertrieben.

(ucanews-sst)

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20. Juli 2022, 11:35
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