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Kinder begrüßen Papst Franziskus bei seiner historischen Reise in den Irak im März 2021 (Archivbild) Kinder begrüßen Papst Franziskus bei seiner historischen Reise in den Irak im März 2021 (Archivbild) 

Irak: Immobilien-Rückgabe an religiöse Minderheiten

Mehr als achtzig Grundstücke und Häuser von Christen und Mandäern sind inzwischen offenbar wieder an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben worden.

Die Rückgabe-Kampagne war vom irakischen Schiitenführer Muqtada al-Sadr initiiert worden und startete im Februar. Bei den Grundstücken und Häusern handelt es sich um Eigentum, das von Milizen oder Familienclans illegal entwendet worden war, nachdem die rechtmäßigen Besitzer aufgrund von Verfolgung und Krieg fliehen mussten.

Mehr als 140 Rückgabeanträge von Christen und Mandäern

Über den aktuellen Stand der Rückgabe-Kampagne informierte diese Woche ein Vertreter der Sadristen-Partei, der auch al-Sadr angehört. In seiner Erklärung, die von verschiedenen irakischen Medien aufgegriffen wurde, gab Hakim al Zamili weiter bekannt, die restlichen illegalen Enteignungen konzentrierten sich auf den Großraum Bagdad. Bei dem vom al-Sadr eingerichteten Komitee für die Anzeige von Enteignungen seien bisher mehr als 140 Rückgabeanträge von Christen und Mandäern eingegangen.

Der Schiitenführer Muqtada al Sadr ist auch als Gründer der Mahdi-Armee bekannt. Diese 2008 aufgelöste Miliz war 2003 gegründet worden, um die ausländischen Streitkräfte zu bekämpfen, die nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Irak präsent waren. Analysten haben in den letzten zehn Jahren mehrere Richtungswechsel des Führers registriert, der nicht mit dem Iran verbündet zu sein scheint. Der Schiitenführer will sich laut Beobachtern im Irak als Vermittler profilieren; auch sein Besuch im Juli 2017 in Saudi-Arabien, bei dem er Prinz Mohammed Bin Salman traf, wurde in diesem Sinne interpretiert.

(fides – pr)

 

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27. August 2021, 14:10
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