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Die Päpstliche Katholische Universität von Rio de Janeiro Die Päpstliche Katholische Universität von Rio de Janeiro 

Vatikan: Neuer Bachelor-Abschluss in Kunst an katholischen Hochschulen

Das Dikasterium für die Kultur und die Bildung hat eine internationale Initiative ins Leben gerufen, die Kunstschaffende, Kuratoren und universitäre Einrichtungen weltweit verbindet. Die erste Ausgabe des Bachelor-Abschlusses der Kunst katholischer Universitäten wird am 27. August an der Pontificia Universidade Católica do Rio de Janeiro in Brasilien eröffnet und erstreckt sich über den Zeitraum 2026 bis 2027 mit einem Abschluss in Venedig.

Antonella Palermo - Vatikanstadt

Die Gesamtkuration obliegt Professor Nuno Crespo. Das Projekt umfasst Ausstellungen, Auftragsarbeiten, Publikationen und öffentliche Programme zu zeitgenössischen Fragestellungen.

Neben der Universität in Rio de Janeiro wirken sechs weitere Hochschulen an dem Vorhaben mit: die Pontificia Universidad Católica de Chile, die kolumbianische Pontificia Universidad Javeriana, das Boston College in den USA, die Universidade Católica Portuguesa in Lissabon, die Universidade Católica de Angola in Luanda sowie die Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand. Unter dem Titel „Exercises in Empathy“ („Übungen zur Empathie“) befasst sich die Auftaktveranstaltung mit der Rolle der universitären Bildung, menschlichen Beziehungen und der Bedeutung von Empathie als gefährdeter Kategorie im Spannungsfeld zwischen Simulation und realer Erfahrung. Inlands- und Auslandsstationen begleiten das Vorhaben zeitlich gestaffelt bis Ende 2026.

Der Präfekt des Dikasteriums, Kardinal Tolentino de Mendonça, nahm in einer Stellungnahme Bezug auf Grundgedanken der Enzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. Er betonte, dass Empathie ein strukturelles Prinzip der akademischen Arbeit darstelle. Nur eine empathiefähige Universität vermöge die Fragmentierung spezialisierten Wissens in eine auf das Wohl der Menschen ausgerichtete Weisheit zu überführen. Das Ausgehen vom Blickwinkel des Anderen ermögliche der Hochschule die Bildung von Gemeinschaft rund um die Wahrheit.

In dem Text verweist der Kardinal zudem auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die durch Polarisierung und isolierende Kommunikationsformen geprägt seien. In diesem Kontext stelle Empathie eine kulturelle Notwendigkeit dar, um Wissen zu teilen, Reziprozität aufzubauen und kollaborative Praktiken im öffentlichen Leben zu stärken. Unter Berufung auf Hannah Arendts Essay „Die Krise in der Erziehung“ sowie die philosophischen Arbeiten von Edith Stein wird herausgestellt, dass Empathie die Andersartigkeit des Gegenübers achte und eine respektvolle Form der Erkenntnis ohne Anmaßung darstelle. Der Bachelor-Abschluss soll demnach als Plattform für Verbindungen zwischen Wissen, Personen und Institutionen fungieren.

(vatican news)

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07. August 2026, 16:10