Gemeingut Wasser: Vatikan fordert Hilfe für Entwicklungsländer
Die Ständige Beobachtermission des Heiligen Stuhls äußerte sich am Dienstag, 7. Juli, bei einer UNO-Debatte in New York zum Thema. Rahmen war eine Debatte über die Ziele für nachhaltige Entwicklung mit dem Schwerpunkt Wasser und Sanitärversorgung.
Milliarden von Menschen hätten nach wie vor keinen Zugang zu sicherem, zuverlässigem Wasser und sanitären Einrichtungen, obwohl diese „für die uneingeschränkte Wahrnehmung des Rechts auf Leben“ unerlässlich seien, verdeutlichte der Vatikan.
Ungerechtigkeit und Versagen
Damit gehe eine „tiefgreifende Ungerechtigkeit“ und eine „Verletzung der Menschenwürde“ einher. Die Beobachterkommission kritisierte „ein Versagen“ im Bereich der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsziels und bemängelte „einen Mangel an Engagement“.
Es sei unerlässlich, den Zugang zu Wasser als „Gemeingut“ zu garantieren - „im Sinne von Gerechtigkeit, Solidarität und der universellen Bestimmung der Güter für heutige und zukünftige Generationen“. Der Vatikan fordert hier „ein verstärktes Engagement und eine Ausweitung der Unterstützung für Entwicklungsländer, insbesondere für solche in besonderen Situationen“. Dafür brauche es „mehr finanzielle Mittel, Technologietransfer und Kapazitätsaufbau“.
Engstirnige Interessen
Gleichzeitig müssten die Bemühungen von der Vision geleitet werden, dass Wasser ein gemeinsames Gut der Menschheit sei. Mehr als nur technische Lösungen sei ein „tiefgreifender kultureller und ethischer Wandel“ vonnöten.
„In dieser Hinsicht sind Bildungs- und Sensibilisierungsprogramme, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser fördern, von grundlegender Bedeutung. Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften sollten dazu ermutigt werden, den Wert des Wassers anzuerkennen, Verschwendung zu vermeiden und nachhaltige Konsumgewohnheiten anzunehmen.“
Wasser - für alle
Damit verbunden seien ein neues Verantwortungsbewusstsein auf allen Ebenen und „politische Maßnahmen, die das Wohlergehen der Armen und Bedürftigen in den Vordergrund stellen und sicherstellen, dass jeder Zugang zu diesem Gemeingut hat“.
Die bevorstehende UNO-Wasserkonferenz 2026 biete eine günstige Gelegenheit, diese Bemühungen voranzutreiben, unterstrich der Vatikan. Sie findet vom 8.-10. Dezember 2026 in Abu Dhabi (VAE) statt und wird gemeinsam von den Emiraten und von Senegal ausgerichtet. Thema ist die Beschleunigung des UNO-Nachhaltigkeitsziels SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“.
(vatican news – pr)
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