Vatikanischer Diplomat Gallagher reist in die Ukraine
Roberto Paglialonga - Lemberg (Lwiw)
Nach der Einreise über die polnisch-ukrainische Grenze traf Gallagher in Lwiw mit dem dortigen römisch-katholischen Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki sowie egionalen Politikern zusammen. Bei einer Gedenkminute für die Kriegsopfer betonte der Erzbischof die Notwendigkeit diplomatischer Anstrengungen zur Beendigung des Konflikts:
„Ein gerechtes Ende des Krieges bedeutet, den Frieden in diesem Teil Europas wiederherzustellen.“
Zudem hob Gallagher hervor, dass die internationale Aufmerksamkeit für das Land nicht nachlassen dürfe. Die Anstrengungen der Kirche und des Vatikans zielten darauf ab, eine diplomatische Perspektive aufzuzeigen, um das Leid der Bevölkerung zu mindern:
„Wir müssen die richtigen Bedingungen für einen gerechten Frieden schaffen.“
Rolle der Katholischen Universität in Lwiw
Während seines Aufenthalts besuchte Gallagher auch die Ukrainische Katholische Universität in Lwiw, deren Campus trotz der Bedrohung durch Luftangriffe den Lehrbetrieb aufrechterhält und Schutzräume für die Bevölkerung bietet. Der Präsident der Universität, Metropolit Borys Gudziak, wies auf die psychologischen und physischen Folgen des Krieges für die Studierenden hin. Die Hochschule engagiert sich auch in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen und kriegsversehrten Personen. Gudziak erläuterte dazu das pädagogische Konzept unter den aktuellen Bedingungen:
„Alle sind engagiert, Beistand und Hilfe zu leisten: Die Studierenden, die zu uns kommen, erhalten eine ganzheitliche Ausbildung, die auch die Fähigkeit umfasst, sich für andere einzusetzen.“
Nach den Terminen in Lwiw setzte die vatikanische Delegation in Begleitung des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, die Reise in Richtung der Hauptstadt Kyiv fort. Dort ist eine Begegnung mit dem Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, vorgesehen.
(vatican news - mg)
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