Jahresbericht des Peterspfennigs veröffentlicht: Fast 55 Millionen für Hilfe
Benedetta Capelli und Mario Galgano - Vatikanstadt
Die entstandene Differenz wird auf Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungen zurückgeführt. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 54,5 Millionen Euro ausgezahlt. Davon flossen 41,2 Millionen Euro in die Unterstützung der Aktivitäten der Kurie für die apostolische Sendung des Papstes, während 13,3 Millionen Euro für die direkte Auslandshilfe aufgewendet wurden.
Struktur der Einnahmen und geografische Verteilung
Die Diözesen machten mit 63,6 Prozent den größten Anteil der Einnahmen aus, gefolgt von privaten Spendern, Stiftungen und religiösen Instituten. Die Mittel stammen traditionell aus der weltweiten Kollekte zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus sowie aus Überweisungen, Online-Spenden und Erbschaften. Bei der geografischen Verteilung der Spenden liegen die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 26,1 Prozent an der Spitze, gefolgt von Italien und Brasilien. Weitere relevante Beiträge kamen aus der Republik Korea, Deutschland, Frankreich und Spanien.
Förderung von 252 Projekten weltweit
Mit den bereitgestellten Mitteln in Höhe von 13,3 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 insgesamt 252 Projekte in 74 Ländern realisiert, schwerpunktmäßig in Afrika, Asien und Europa. In Europa wurden unter anderem humanitäre Hilfen für die Bevölkerung in der Ukraine finanziert sowie Stipendien für Priester, Seminaristen und Ordensleute aus Afrika, Lateinamerika und Asien an den römischen Universitäten bereitgestellt.
Im Bereich der Infrastruktur und Evangelisierung wurde der Bau neuer kirchlicher Gebäude gefördert. Dazu zählen die Errichtung eines Klosters in Mannar im Sri Lanka, einer Pfarrkirche in Hagaza in Ägypten sowie eines Pastoralzentrums in Kaya in Burkina Faso.
Soziale Initiativen und Unterstützung der Ortskirchen
Die sozialen Projekte umfassten Ausbildungsprogramme und materielle Hilfen für lokale Gemeinschaften. Unterstützung erhielten unter anderem Projekte im Gazastreifen, der Bau von Schulklassen für Dalit-Mädchen im indischen Ambikapur sowie die Errichtung einer Sekundarschule in Bentiu im Südsudan. Im Rahmen der Unterstützung von Ortskirchen in Not- und Missionsgebieten wurden der Bau eines Altenheims für Priester in Pathein in Myanmar, die Renovierung des Pfarrhauses der Kirche St. Jerôme in Gonaïves auf Haiti sowie die Sanierung des Priesterseminars St. Augustinus in Kabwe in Sambia finanziert.
Der Peterspfennig trägt zudem zur Finanzierung der Kurieneinrichtungen bei. Die Bruttoausgaben der Institutionen des Heiligen Stuhls zur Unterstützung der päpstlichen Mission beliefen sich im Jahr 2025 auf insgesamt 404,5 Millionen Euro. Rund zehn Prozent dieser Summe, genau 41,2 Millionen Euro, wurden durch den Peterspfennig gedeckt. Davon flossen wiederum 148,7 Millionen Euro in die Unterstützung von Ortskirchen in schwierigen Situationen.
(vatican news)
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