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Papst besuchte Synodalen-Sitzung im Vatikan

Leo XIV. hat am Donnerstag ein Treffen der Weltsynoden-Verantwortlichen der kontinentalen Gremien besucht. Der Generalsekretär der Synode, Kardinal Mario Grech, würdigte dies als Zeichen der „Unterstützung und Ermutigung“. Bei dem dreitägigen Treffen ging es um die Umsetzung der Weltsynode.



Die Begegnung sei ein Ansporn für die Teilnehmenden gewesen, ihre Arbeit für die synodale Umkehr der Kirche fortzusetzen, zitiert eine Aussendung der Synode den maltesischen Kardinal. Am Sitz der Synodensekretariats in der Via della Conciliazione hatten sich von 23. bis 25. Juni die Verantwortlichen der kontinentalen Gremien (CELAM, SECAM, FABC, CCEE, FCBCO) getroffen. Sie waren nach Rom gekommen, um gemeinsam an der Umsetzungsphase der Synode zu arbeiten – im Licht der jüngsten Veröffentlichung „Auf dem Weg zu den Versammlungen 2027–2028: Etappen, Kriterien und Instrumente zur Vorbereitung“.

Zum Auftakt der Arbeiten am Dienstag habe Kardinal Grech eine kurze Bilanz des bisherigen Weges gezogen und an den einzigartigen Charakter des gegenwärtigen Prozesses erinnert, hieß es in der Aussendung. In den Ortskirchen seien viele Initiativen entstanden, Schulen der Synodalität zur Förderung der Ausbildung, Symposien, Tagungen sowie Prozesse des Zuhörens und der Unterscheidung, um die Gläubigen einzubeziehen. Dem Vortrag des Kardinals war eine längere Gebetszeit vorausgegangen. Gestaltet hatte sie laut Mitteilung Schwester Nathalie Becquart XMCJ, Untersekretärin der Synode.

Die folgenden Tage waren dem Zuhören und der Unterscheidung bei der Gestaltung dieser „neuen“ synodalen Zeit gewidmet. Die Umsetzungsphase, die das Schlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode in den Mittelpunkt stellt, sei „keine Kopie des vorangegangenen synodalen Prozesses vor der Versammlung“, so die Mitteilung. Vielmehr handle es sich um einen neuen, noch nie erprobten Prozess, in dem die Ortsgemeinden aufgerufen sind, die Empfehlungen des Synodendokuments ausgehend von ihrem jeweiligen Kontext umzusetzen.

Gegenseitiges Zuhören

Ein Teil der Beratungen war dem Austausch über die wichtigsten Entwicklungen bei der Umsetzung des Schlussdokuments der Synode in den verschiedenen Kontinenten gewidmet: bedeutende Erfahrungen, aufgetretene Schwierigkeiten, offene Fragen und pastorale Prioritäten.

Dabei zeigt sich eine kreative und dynamische Kirche, die vor allem den Bedarf an Ausbildung, einer Vertiefung der synodalen Spiritualität und einem stärkeren Einsatz für die Inkulturation des synodalen Stils verspürt. Trotz der unterschiedlichen sozialen, kulturellen und kirchlichen Kontexte arbeiten die Ortskirchen vor allem daran, Synodalität von einem punktuellen Ereignis zu einer dauerhaften Dimension des kirchlichen Lebens werden zu lassen. Erschwert, aber nicht aufgehalten wird dieser Weg durch wirtschaftliche Schwierigkeiten, mangelnde Strukturen und fehlendes Personal sowie bisweilen durch geografische Gegebenheiten, politische Instabilität oder Armut.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Auseinandersetzung mit dem Dokument, das von Pater Giacomo Costa SJ, Konsultor des Generalsekretariats der Synode, vorgestellt wurde. Der Text beschreibt den Weg zur Kirchlichen Versammlung im Oktober 2028 in vier aufeinanderfolgenden Etappen:

  • Erinnern – erstes Halbjahr 2027: Evaluierungsversammlungen in den Diözesen und Eparchien, die die Erfahrungen bei der Umsetzung des Schlussdokuments auswerten sollen;
  • Deuten – zweites Halbjahr 2027: Versammlungen der nationalen oder regionalen Bischofskonferenzen;
  • Orientieren – erstes Drittel des Jahres 2028: Kontinentale Versammlungen, aus denen ein Perspektivenbericht hervorgehen wird;
  • Feiern – Oktober 2028: die Kirchliche Versammlung der ganzen Kirche, die gemeinsam mit dem Heiligen Vater im Vatikan zusammentritt.

Versammlungen auf mehreren Ebenen

Schwester Nathalie Becquart leitete anschließend die Arbeitseinheit über die Rolle der kontinentalen Gremien der katholischen Kirche und ihrer Synodenteams im Prozess sowie bei den Versammlungen auf diözesaner und nationaler Ebene. Ergänzend sprach Thierry Bonaventura, Kommunikationsverantwortlicher des Generalsekretariats der Synode, über die Rolle der Kommunikation in diesem Prozess.

Die Teilnehmer betonten nachdrücklich, dass ihre Aufgabe vor allem in der Begleitung und nicht in der Aufsicht bestehe. Sie sollen Formen des Austauschs von Gaben zwischen den Ortskirchen fördern – im Geist einer echten Subsidiarität. Außerdem bekräftigten sie, dass die Versammlungen – von jenen der Ortskirchen bis hin zur Kirchlichen Versammlung 2028 – keinen Endpunkt auf dem Weg der synodalen Umkehr der Kirche darstellen, sondern eine Zeit des Feierns und der Unterscheidung sind, um zu erkennen, wie der Weg weitergehen soll.

Kontinentale Versammlungen

Vor der abschließenden Begegnung mit dem Heiligen Vater widmeten die Teilnehmer den dritten Arbeitstag den kontinentalen Versammlungen, auch mit Blick auf die Kirchliche Versammlung 2028. Die kontinentalen Gremien und ihre Teams arbeiten bereits nicht nur an der Organisation der eigentlichen Versammlung, sondern auch am gesamten Vorbereitungsweg für die Delegierten, die daran teilnehmen werden. Derzeit werden verschiedene Formen der Durchführung geprüft – alle mit dem Ziel, möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen.

(vatican news)

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26. Juni 2026, 13:04