Comece: Für eine Zukunft ohne Populismus und Kriege
Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt
Bischof Mariano Crociata, Präsident der Comece, beschrieb die Begegnung als „sehr herzlich, offen und direkt“. Er betonte die große Übereinstimmung zwischen der Arbeit der Bischöfe und den Lehren sowie Initiativen des Papstes.
Dialog und friedliches Zusammenleben
Für Antoine Hérouard, Erzbischof von Dijon und erster Vizepräsident der Comece, steht Europa „für Einheit und Frieden“. Ziel sei es, Bedingungen zu schaffen, die Dialog und friedliches Zusammenleben fördern. „In dieser Hinsicht hat Europa eine Vorbildfunktion für andere Länder - gerade in einer Zeit, die von Kriegen in Europa und im Nahen Osten geprägt ist“, betonte Hérouard.
Migration und Populismus
Kopenhagens Bischof Czeslaw Kozon erinnerte daran, dass die katholische Kirche, vor allem in den nordeuropäischen Ländern, größtenteils – in manchen Fällen sogar überwiegend – aus Migranten bestehe, die nicht nur aus humanitären Gründen aufgenommen würden, sondern auch, weil sie lebendiger Teil der Kirche seien. Er beklagte, dass sie leider oft zu Sündenböcken gemacht würden, „zu Feinden der Gesellschaft."
Herausforderungen für die EU
Comece-Präsident Crociata erinnerte daran, dass die EU als Friedensprojekt gegründet worden sei. „Sie soll den Dialog zwischen Staaten fördern und den Multilateralismus stärken, wie es der Papst betont“, sagte er. Gleichzeitig sehe die Comece, dass die Rolle der EU durch Populismus und mangelnde Einheit geschwächt werde.
Der Bischof unterstrich, dass die Prinzipien des Evangeliums und die Soziallehre der Kirche bei aktuellen Herausforderungen Orientierung bieten. Politische Bequemlichkeit dürfe dabei nicht zum Maßstab werden. Ziel sei es, Werte zu fördern, die dem Menschen und einem vereinten Europa dienen.
Hintergrund
Die neue Ausgabe des Diskussionsforums „(Re)Thinking Europe. Ein christlicher Beitrag zur Zukunft des europäischen Projekts“ soll zehn Jahre nach der ersten Veranstaltung dieser Art im Vatikan stattfinden. Ziel ist es, ein Forum für Austausch und Reflexion über die aktuellen Herausforderungen Europas zu bieten.
(vaticannews – skr)
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