Bibelkommission: Papst fordert Fokus auf das Leid der Kranken
Mario Galgano - Vatikanstadt
In seinem Schreiben betont das katholische Kirchenoberhaupt, dass die Erfahrung von Krankheit jeden Menschen betreffe und die menschliche Natur durch „Grenzen und Endlichkeit“ gezeichnet sei. Vor Fragen nach dem Sinn von Leid und Tod würden mitunter auch Gläubige schwanken und „Verlorenheit, ja sogar Verzweiflung und Rebellion gegen Gott“ erleben.
Der Papst führt aus, dass Schmerz und Krankheit im Licht des Glaubens jedoch auch dazu beitragen könnten, „die Person weiser und reifer zu machen“. Dies helfe dabei, im eigenen Leben das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.
Verbindung von Forschung und Lebenserfahrung
Der Pontifex ermutigte die Mitglieder der Kommission, in ihrer exegetischen Arbeit wissenschaftliche Präzision mit einer Aufmerksamkeit für die konkreten Lebenserfahrungen zu verbinden. Wörtlich heißt es in der Botschaft:
„Ich ermutige Sie, in Ihrer exegetischen Arbeit wissenschaftliche Forschung und Aufmerksamkeit für die gemeinsamen Erfahrungen des Lebens zu vereinen, um so auch deren schwierigste Aspekte mit der Weisheit des inspirierten Wortes zu erhellen.“
Das biblische Vorbild des Mitgefühls
Der Nachfolger Petri verwies auf das Markusevangelium, um das Mitgefühl Jesu gegenüber den Leidenden zu verdeutlichen. Er erinnerte daran, dass Jesus von Mitleid bewegt war, als er die Menschenmengen wie „Schafe ohne Hirten“ sah. In der Botschaft werden verschiedene biblische Beispiele angeführt – von der Heilung eines Aussätzigen bis zur Speisung der Hungernden –, um die göttliche Zuwendung zum bedürftigen Menschen zu unterstreichen.
Die Vollversammlung der Bibelkommission wird ihre Beratungen in Rom bis zum 17. April 2026 fortsetzen, während der Pontifex sein Programm in Nordafrika absolviert.
(vatican news)
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