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In der Mitte des Fotos ist Schwester Helen Alford, Präsidentin der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften, zu sehen. In der Mitte des Fotos ist Schwester Helen Alford, Präsidentin der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften, zu sehen.  

Vatikanakademie analysiert globale Machtordnung und Demokratie

Während der Bischof von Rom an diesem Montag seine Reise nach Algerien angetreten hat, beginnt im Vatikan an diesem Dienstag, dem 14. April, eine Plenarversammlung zur Analyse weltweiter Machtverhältnisse. Die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften befasst sich dabei mit dem Thema: „Der Gebrauch der Macht: Legitimität, Demokratie und die Neudefinition der internationalen Ordnung“.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Nachdem die Akademie bereits 1998 und 2000 verschiedene Formen der Demokratie analysiert hatte, stellt sie nun fest, dass sich die globale Lage drei Jahrzehnte später verändert hat. Erschien die Demokratie um das Jahr 2000 noch als unverzichtbarer Horizont für zivilisierte Staaten, wird nun die Krise liberaler Demokratien und eine Neuausrichtung der internationalen Ordnung entlang verschiedener geopolitischer Interessen beobachtet. Die Untersuchung der moralischen Grundlagen des politischen Lebens wird vor diesem Hintergrund als dringliche Aufgabe eingestuft.

Grundlagen der kirchlichen Soziallehre

Die Akademie bezieht sich in ihren Überlegungen auf die Soziallehre der Kirche. Diese betont, dass eine Demokratie nicht moralisch selbstgenügsam sei, sondern von Werten abhänge, die in der Menschenwürde wurzeln. Ein Rechtssystem müsse in Einklang mit dem Naturrecht stehen, der politischen Macht klare Grenzen setzen und dem Gemeinwohl dienen.

In diesem Zusammenhang wird eine Äußerung des Pontifex vom 30. Mai 2025 angeführt:

„Der Weg zum Frieden erfordert Herzen und Köpfe, die zur Sorge um andere erzogen wurden und in der Lage sind, das Gemeinwohl in der heutigen Welt wahrzunehmen.“

Der Frieden wird hierbei, unter Bezugnahme auf Johannes Paul II., als ein „unteilbares Gut“ beschrieben, das nur durch eine beharrliche Entschlossenheit zum Einsatz für das Gemeinwohl erreicht werden könne.

Struktur und Leitung der Versammlung

Die Plenarsitzung gliedert sich in die Themenbereiche Macht und Legitimität, die Kritik an der liberalen Demokratie sowie die Neuorganisation der internationalen Ordnung. Die Eröffnung der Sitzungen erfolgt durch die Präsidentin der Akademie, Professorin Helen Alford.

Die Koordination der verschiedenen Arbeitseinheiten übernehmen internationale Experten, darunter Vittorio Hösle (Universität Notre Dame, USA); Rodrigo Guerra-Lopez (Päpstliche Kommission für Lateinamerika); Krzysztof Wielecki (Universität Warschau); Fabio Ferrucci (Universität Molise); Niraja Gopal Jayal (King’s College London) sowie Kardinal Stephen Chow Sau-Yan (Bistum Hongkong)

Die Versammlung geht der Frage nach, welche Ursachen zum Zerfall der alten Weltordnung geführt haben und welche Maßnahmen in der aktuellen Situation ergriffen werden können, um Gerechtigkeit und Frieden dauerhaft zu sichern.

(vatican news)

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13. April 2026, 15:29