Suche

Eingang ins Vatikangericht Eingang ins Vatikangericht 

Finanzskandal: Berufungsverfahren im Vatikan

Vor dem Vatikangericht läuft das Berufungsverfahren zum Finanzskandal am Heiligen Stuhl, der mit Unregelmäßigkeiten bei der Finanzierung einer Immobilie in London zu tun hat.

Bei der siebten Verhandlung am Donnerstag kamen Verteidigung, Zivilparteien und Staatsanwaltschaft zu Wort. Der Vorsitzende Richter Alejandro Arellano Cedillo kündigte an, dass er die Parteien erneut vorladen werde. Eine für diesen Freitagvormittag vorgesehene Verhandlung wurde verschoben.

Das erstinstanzliche Verfahren begann im Juli 2022. Es endete am 16. Dezember 2023 mit der Verurteilung von zehn Angeklagten, unter anderem wegen Betrug und Korruption. Unter anderem wurde Kardinal Giovanni Becciu, ein früherer hochrangiger Mitarbeiter im vatikanischen Staatssekretariat, zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, dazu kamen der dauerhafte Ausschluss von öffentlichen Ämtern und eine Geldstrafe von 8.000 Euro.


 

Papst Leo erwähnte den Fall in seinem ersten Interview

Im Zentrum des Berufungsverfahrens steht der Kauf eines Luxus-Gebäudes in einem teuren Viertel Londons - ein Geschäft, das laut Urteil des vatikanischen Tribunals unter Vorsitz von Giuseppe Pignatone den Vatikan mindestens 139 Millionen Euro gekostet haben soll. Papst Leo XIV. erwähnte den Fall auch in seinem ersten veröffentlichten Interview am 18. September, als er über die Finanzen des Vatikans sprach.

Andere Ermittlungsstränge – unter anderem Zahlungen an eine Genossenschaft in Sardinien und an eine Managerin, die die für die Freilassung von festgehaltenen Ordensleuten erhaltenen Gelder für Luxusgüter ausgab – flossen in den Prozess ein.

(vatican news – sk)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

06. Februar 2026, 10:01