Sahel: Papst-Stiftung startet nach Statutenreform in neue Phase
Mario Galgano - Vatikanstadt
Schwester Alessandra Smerilli, Sekretärin des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, sprach von einem „ermutigenden Signal“ für die gesamte Region.
Die 44. Sitzung des Verwaltungsrats markierte den Abschluss eines Reformprozesses, den der Papst Ende Januar per Reskript besiegelt hatte. Ziel ist es, der 1984 von Johannes Paul II. gegründeten Stiftung neuen Schwung zu verleihen, um das Leid in einer der krisenanfälligsten Regionen der Welt effektiver zu lindern.
Ein neuer Vorstand für schwierige Zeiten
Im Zug der Neuordnung wurde Bischof Hassa Florent Koné zum neuen Präsidenten gewählt. Er hatte zuvor als päpstlicher Delegierter den Reformprozess geleitet. Ihm zur Seite steht als Vizepräsident Bischof Victor Ndione aus Nouakchott (Mauretanien). „Ein tief vereinter Rat, beseelt von echtem Geist der Zusammenarbeit und einer großen Sensibilität für die Herausforderungen und Leiden des Sahel“, lobte Schwester Smerilli die Atmosphäre der Gespräche.
„Tour de Table“: Zwischen Krisen und Fortschritt
Ein zentrales Element der Tagung war der sogenannte „Tour de Table“, bei dem die Situation in den Mitgliedsländern – Burkina Faso, Kap Verde, Gambia, Guinea-Bissau, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal und Tschad – analysiert wurde. Die Berichte zeichneten ein gemischtes Bild: Einerseits belasten politische Instabilität und prekäre Sicherheitslagen die Bevölkerung massiv. Andererseits gab es Berichte über „bemerkenswerte Fortschritte“ in verschiedenen Sektoren, die als Zeichen der Hoffnung gewertet werden.
Die Projekte der Stiftung seien wesentliche „Träger der Hoffnung“ für die lokalen Realitäten, so Smerilli. In einem Schreiben an Papst Leo XIV. dankten die Teilnehmer für das neue Statut und drückten gleichzeitig ihre Sorge über die schwierige Lage in den Ländern aus.
Fokus auf 2026: Finanzierung gesichert
Neben den Personalentscheidungen verabschiedete der Rat das Budget für das Jahr 2026. Der größte Teil der Mittel fließt direkt in die Finanzierung lokaler Projekte vor Ort. Zum Abschluss der Sitzung wurden offizielle Botschaften an den senegalesischen Präsidenten Bassirou Diomaye Diakhar Faye sowie an die Italienische Bischofskonferenz (CEI) gesendet, die die Arbeit der Stiftung traditionell unterstützt.
(vatican news)
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