Papst: Wer leidet, möge wahren Frieden in der Liebe Gottes finden
Mario Galgano - Vatikanstadt
In dem auf Latein verfassten Brief, der an den Präfekten des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung gerichtet ist, erinnert Papst Leo XIV. an seine eigene Biografie: Vor genau zwölf Jahren wurde er in der Kathedrale von Chiclayo zum Bischof geweiht. Er betont seine „unaufhörliche Sorge“ für das peruanische Volk und seine besondere Verehrung für die Gottesmutter in dieser Region.
Weiter lädt der Papst die Kranken dazu ein, in der täglichen und spirituellen Umsetzung der göttlichen Liebe den „wahren und dauerhaften Frieden“ zu suchen. In „besonderer Gebetsgemeinschaft mit der über die ganze Welt verbreiteten Kirche“ bittet Leo XIV. in seinem am Samstag veröffentlichten Schreiben die Gläubigen, die unter Krankheit oder Schmerz leiden, ihre Lebenslasten „durch Maria dem barmherzigen Gott für den Frieden in dieser Welt aufzuopfern“.
Der Mensch und seine Unruhe
Unter Bezugnahme auf die „Bekenntnisse“ des heiligen Augustinus erinnert der Papst daran, dass das menschliche Herz unruhig bleibe, bis es Ruhe in Gott finde. Kardinal Michael Czerny, Präfekt des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung, soll diese Botschaft der Hoffnung nun persönlich nach Peru tragen.
Vom 9. bis zum 11. Februar finden in der Diözese Chiclayo zentrale kirchliche Feierlichkeiten statt. Das Hauptereignis wird die Messe im Heiligtum Nuestra Señora de la Paz (Unsere Liebe Frau vom Frieden) sein. Der Papst betonte, dass Christus versprochen habe, „in allen Umständen, alle Tage bis zum Ende der Welt“ bei seinem Volk zu sein.
Ein „herzliches Gedenken“ an das geliebte Peru
Der Brief ist geprägt von einer tiefen persönlichen Note. Mit „aller Zuneigung des Herzens und des Geistes“ erinnert sich der Papst an das „geliebte Land Peru“ und insbesondere an Chiclayo.
Leo XIV. unterstreicht zudem die Kontinuität zum Wirken seines Vorgängers: Es war der ausdrückliche Wille von Papst Franziskus, den diesjährigen Weltkrankentag in Peru zu feiern, um die mütterliche Fürsorge der Jungfrau Maria gegenüber allen Kranken und Leidenden intensiv zum Ausdruck zu bringen. Diese Entscheidung bestätigte Leo XIV. nun mit Nachdruck und erinnerte daran, dass er selbst in der Vergangenheit im Heiligtum von Chiclayo „mehrmals im Gebet die Hilfe Gottes angerufen“ habe.
An Kardinal Czerny gewandt schrieb der Papst: „Wir haben dich gewählt, um den Nachfolger Petri zu repräsentieren und das versammelte Volk mit der Weisheit des Evangeliums zu unterweisen.“ Czerny soll den Kranken am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes Trost und Ermutigung spenden.
Botschaft an die Helfer
Neben den Kranken nahm der Papst auch die Pflegekräfte, Ärzte und Angehörigen in den Blick. Er forderte alle Beteiligten auf, Zeugnis von Glaube, Hoffnung und Liebe abzulegen. Es gelte, „einer des anderen Last zu tragen“ und so das Gesetz Christi durch menschliche und christliche Nähe zu erfüllen.
Das Schreiben schließt mit dem Apostolischen Segen für den Gesandten und alle Teilnehmer des Welttags. Es ist einer der ersten großen internationalen Termine im ersten Jahr des Pontifikats von Leo XIV., bei dem seine enge Verbindung zur Kirche in Lateinamerika deutlich wird.
(vatican news)
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