Vatikan: Roberto Regoli übernimmt Leitung der Ratzinger-Stiftung
Mario Galgano - Vatikanstadt
Die Neubesetzung erfolgt nach den Statuten der Stiftung, die alle fünf Jahre eine Erneuerung der institutionellen Organe vorsehen. Da die letzte Amtsperiode 2025 endete, hat das zuständige Staatssekretariat nun die entsprechenden Ernennungen und Wechsel vorgenommen.
Ein neuer Vorstand für die kommenden fünf Jahre
Das Staatssekretariat ernannte Roberto Regoli zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrats. Ihm zur Seite stehen prominente Mitglieder wie Erzbischof Georg Gänswein, der langjährige Privatsekretär des verstorbenen Papstes, sowie Professor Achim Buckenmaier, die Anwältin Francesca Bazoli und Alberto Gasbarri.
Auch der Wissenschaftliche Beirat, dessen Mitglieder direkt vom Heiligen Vater ernannt werden, wurde neu formiert. Ihm gehören künftig die Kardinäle Kurt Koch und Ángel Fernández Artime sowie die Erzbischöfe Salvatore Fisichella, Rudolf Voderholzer und Bruno Forte an.
Dank an Federico Lombardi und scheidende Mitglieder
In einer persönlichen Erklärung dankte der neue Präsident Roberto Regoli seinem Vorgänger Federico Lombardi, den er als das „öffentliche und gelassene Gesicht der Stiftung“ würdigte. Lombardi habe die Institution über zehn Jahre mit „Klugheit und Sicherheit“ geführt und bleibe ein wichtiger Bezugspunkt für die künftige Arbeit. Ebenfalls verabschiedet wurden die Kardinäle Luis Ladaria und Gianfranco Ravasi, deren intellektueller Beitrag für die Ziele der Stiftung als unschätzbar bezeichnet wurde.
Großprojekt 2027: Der 100. Geburtstag von Joseph Ratzinger
Regoli blickt auf ein fesselndes Jahrfünft“ voraus, wie er an diesem Dienstag sagte. Im Zentrum steht das hundertste Geburtsjubiläum von Joseph Ratzinger (1927–2027). Bereits seit einem halben Jahr laufen die Planungen für Kongresse, Publikationen, Ausstellungen und Konzerte, die auf allen Kontinenten stattfinden sollen.
„Das Erbe von Ratzinger als Theologe und Papst ist sehr lebendig“, erklärte Regoli. Sein Denken könne einen signifikanten Beitrag zu den aktuellen theologischen und kulturellen Debatten leisten. Ein besonderes Anliegen des neuen Präsidenten ist es, die Stimme Ratzingers nicht nur in den Hörsälen der Universitäten erklingen zu lassen, sondern vor allem jungen Menschen zu helfen, die „Schönheit des Glaubens an Christus und die Kirche neu zu entdecken“.
(vatican news)
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